Kabarett-Klassiker „Der Herr Karl“

Wann: 11.03.2018 20:00:00 Wo: Schloss Goldegg, 5621 Goldegg auf Karte anzeigen

"Der Herr Karl"

Der Kabarett-Klassiker "Der Herr Karl" wird im Schloss Goldegg gespielt. Am Sonntag, 11.03.2018 übernimmt um 20:00 Uhr Fritz Egger die Rolle des Herrn Karl in dem legendären Monolog.

Zum Stück:

Während er im Lagerraum einer Feinkosthandlung lustlos seiner Arbeit nachgeht, erzählt der Herr Karl seine Lebensgeschichte vom Ende des Weltkrieges bis zum Beginn der 60er Jahre. Die großen und kleinen Dramen in seinem Leben, die privaten und politischen konnten ihm nichts anhaben, denn er ist ein Überlebenskünstler, Opportunist und Profiteur, der mit Charme, Gemütlichkeit und Selbstmitleid seinen wahren Charakter verhüllt. Der legendäre Monolog des österreichischen Raunzers, der die Autoren Qualtinger und Merz mit einem Schlag berühmt machten, zählt zu den Klassikern der Nachkriegsliteratur und hat bis heute nichts an Aktualität, Witz und Schärfe verloren. Man begegnet ihm immer noch in vielerlei Gestalt, diesem „Herrn Karl“, nicht nur in Wien. Eine tragische Gestalt, die es sich richtet, wie sie es gerade braucht, die sich selbst immer auch als Opfer denkt. Man begegnet ihm am Arbeitsamt, in den Trafiken und nun auch wieder öfter auf der Straße, vielleicht als Wutbürger, ganz oft aber einfach als Nachbar von nebenan.

Zur Geschichte des Stück

Helmut Qualtinger und sein Co-Autor Carl Merz wurden im Frühjahr 1961 von Erich Neuberg, dem damaligen Fernseh­spiel­chef des ORF, beauftragt, sich „etwas“ für eine 50 Minuten lange TV-Sendung einfallen zu lassen. Das Ergebnis  dieses ersten Originalfernsehspiels des ORF löste bei der Aus­strahlung am 15. November 1961 mit Helmut Qualtinger in der Titelrolle einen Skandal aus. Qualtinger / Merz waren auf einen Schlag berühmt und der Herr Karl ist seither unsterblich. Noch während „Der Herr Karl“ im Fernsehen lief, liefen beim ORF die Telefone heiß. Eine Flut von aufgebrachten Zuschauer-Protesten ergoss sich über den ORF. Wüste Verwünschungen und unflätige Beschimpfungen füllten die Leserbrief-Spalten der Wiener Zeitungen. Es gab anonyme Mord­dro­hungen, kurz: man war außer sich. Der verantwortliche Fernsehdirektor wurde nach Sibirien gewünscht, es gab Dringlichkeitsanfragen im Parlament, die Nation war in Aufruhr. Die Stimmung, die damals herrschte, fasste der Kritiker Hans Weigel so zusammen: „Man hatte einem bestimmten Typus auf die Zehen treten wollen, und eine ganze Nation schrie: Au!“

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