Ditta Kiss auf Platz zwei
Lukas Barani ist „King of Herbal Austria“
- Die drei Besten beim Herbal Cup. Von links: Michael Kerschhofer, Lukas Barani und Ditta Kiss
- Foto: Ryszard Rak
- hochgeladen von Johannes Brandner
BAD HOFGASTEIN. Zwei Tage lang stand die Alpentherme Gastein ganz im Zeichen von Aufgusskunst, Naturverbundenheit und Kreativität: Beim Sauna Herbal Cup Austria 2025 zeigten die besten Saunameisterr des Landes ihr Können – mit Aufgüssen und Dampfbad-Zeremonien, die alle Sinne ansprachen.
Im Mittelpunkt standen natürliche Zutaten wie Kräuter, ätherische Öle, selbstgemachte Sude und eigens destillierte Hydrolate. Bewertet wurden die Beiträge von zwei internationalen Jury-Teams, die besonderes Augenmerk auf Handwerk, Duftkomposition und Inszenierung legten.
Internationale Jury mit feinem Gespür für Kräuter und Handwerk
Bei den Sauna-Aufgüssen entschieden Felix Reschke (DE), Pavel Hofrichter (CZ), Lay Pang Ong (DK) und Radka Hortova (CZ). Im Dampfbad beurteilten Kim Pedersen (DK), Janos Zelenak (HU) und Jazek Kulawik (PL) die Darbietungen.
„Die Juryarbeit beim Herbal Cup ist anspruchsvoll und faszinierend zugleich. Wir achten nicht nur auf die handwerkliche Perfektion – Hitzeverteilung und Steigerung – sondern auch auf die Harmonie der Düfte, die Qualität der Zutaten und die kreative Umsetzung“, erklärt Head of Jury Felix Reschke.
Gastgeber-Team überzeugt mit starken Auftritten
Auch das Team der Alpentherme war mit mehreren beeindruckenden Beiträgen vertreten. Iosif Lorint wandelte auf „Draculas Spuren“ und kombinierte selbstgemachte Salbei- und Knoblauch-Hydrolate mit Weihrauch, Geranienöl und Minze.
Sandro Sergi, bekannt als „Saunakoch“, nahm die Gäste mit auf eine „orientalische Duftreise“ – mit Safran-Sud, Rosen-, Kardamom- und Sternanis-Hydrolaten sowie orientalischen Häppchen zur Verkostung. Teresa Hofmayer schlüpfte in die Rolle einer Kräuterhexe und präsentierte den mystischen „Neun-Kräuter-Zauber“.
Ditta Kiss überzeugte mit ihrer Legende vom Wunderhirsch – einer Geschichte voller Symbolkraft – und sicherte sich damit den hervorragenden zweiten Platz in der Gesamtwertung.
„King of Herbal Austria“ aus Kärnten
Den Sieg holte sich der Kärntner Lukas Barani, der mit Mut und Originalität beeindruckte. Unter anderem brachte er eine ungewöhnliche Kuhfladen-Räucherung in die Sauna. „Der Kuhfladen stammt vom Bio-Almrind aus meiner Heimat in den Nockbergen und wurde über ein Jahr am Berg getrocknet“, erzählt Barani. Unterstützt wurde er dabei von einer Kräuterpädagogin. Kuhdung, so Barani, sei früher in Krankenhäusern zur Desinfektion verwendet worden und habe auch heute noch einen Platz in ayurvedischen Traditionen wie dem Agnihotra-Ritual. Platz drei ging an den Oberösterreicher Michael Kerschhofer.
Begeisterung in der Alpentherme
„Für uns ist der Herbal Cup immer ein Herzensprojekt. Man spürt, wie viel Liebe die Teilnehmer in ihre Aufgüsse legen – von der Auswahl der Kräuter bis zur Inszenierung. Gleichzeitig ist es ein Ort der Begegnung: Hier wird nicht nur gezeigt, was man kann, sondern auch Wissen geteilt und Freundschaften gepflegt. Dieser persönliche Austausch macht die Atmosphäre in Gastein so besonders“, so Katharina Wallner, Organisatorin des Bewerbs in der Alpentherme.
Die beiden Erstplatzierten aus Bad Hofgastein vertreten Österreich beim großen Finale – den Sauna Herbal Cup Finals – die von 26. bis 30. November 2025 im Aquapalace Prag stattfinden. Dort treten die besten Saunameister aus 17 Ländern an, um den Weltmeistertitel in den Disziplinen Aufguss und Kräuterrituale zu erringen – den Höhepunkt der internationalen Aufguss-Szene.
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