Das kommende Schuljahr 2019/2020 in der Neuen Mittelschule Pressbaum ist gesichert
Neue Mittelschule: Der Plan steht jetzt fest

Für Schulleiter Thomas Pölzl ist die geplante Schließung der NMS ein Armutszeugnis der Stadtgemeinde Pressbaum.
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PRESSBAUM (bri). Die Gerüchte rund um die Schließung der Neuen Mittelschule Pressbaum nehmen einfach kein Ende. Der geplante Schultausch zwischen Volksschule und Mittelschule wird nun nicht zustande kommen. Das geplante Projekt wurde von Experten geprüft und als nicht wirtschaftlich eingestuft. Fix ist aber bereits, dass die Volksschule in die Neue Mittelschule übersiedeln soll und in der Volksschule eine Bibliothek, ein Museum und die neue geplante Topothek untergebracht werden sollen.

Weitere vier Jahre gesichert

Fix ist aber auch, dass Schüler sehr wohl noch für das kommende Schuljahr 2019/2020 aufgenommen werden und sie die vier Klassen auch hier abschließen werden. Erst danach soll die Schule geschlossen werden. Für Schulleiter Thomas Pölzl, Elternvertreter und Lehrerschaft unverständlich. "Ich finde es als Armutszeugnis, dass eine stark wachsende Stadtgemeinde wie Pressbaum dann keine eigene Neue Mittelschule mehr haben wird", so der Schulleiter. Dieser Meinung sind auch einige Pressbaumer Bürger, die ihrem Ärger mit Aussagen wie "Es geht immer nur ums Geld..." oder "... unsere Kinder sind denen egal..." auf Facebook Luft machten. Die Gemeinde Pressbaum argumentiert damit, dass es ja auch am Sacré Coeur Pressbaum eine NMS gäbe, die genügend Kapazität für künftige Schüler hätte.

Ungerechter schlechter Ruf
Pressbaum steht in einem Schulverband mit Tullnerbach und Wolfsgraben. Sollte der Schulsprengel aufgelöst werden, dann könnten Schüler die Schulen in Purkersdorf oder Eichgraben besuchen oder eben am Sacré Coeur. „Wir haben viele Zuzügler, die aus der Großstadt zu uns ziehen und bei den Wienern hat die Neue Mittelschule oft leider gar keinen guten Ruf", so eine Lehrerin. Dabei sollte man diese Bildungseinrichtungen in Wien sicher nicht mit denen am Land vergleichen, denn in Wiener Klassen gibt es durch hohen Ausländeranteil oft Sprachbarrieren und daraus resultierende Lernprobleme. In Pressbaum hingegen ist die Unterrichtsqualität sehr hoch. Oft sind die Pressbaumer Schulabgänger besser gebildet als Schüler von Privatschulen. "In meiner letzen Klasse, die ich vier Jahre begleiten durfte, gab es im Abschlusszeugnis keine schlechtere Note als einen Dreier", so Frau Ebner.

Viele Auszeichnungen

Die Bildungseinrichtung kann auch mit vielen Auszeichnungen und Gütesiegeln beweisen, dass der schlechte Ruf völlig zu Unrecht besteht. "2014 haben wir den Sportgütesiegel in Gold erhalten (gilt drei Jahre), wir haben einen Erste-Hilfe-Gütesiegel, den Gütesiegel für den Europäischen Computerführerschein, Auszeichnungen für die Theatergruppe, wir sind Klimafit-Landesmeister, unsere U15-Fußballmannschaft wurde 2018 Bezirkshallenmeister und wir haben eine Integrationsklasse mit zusätzlicher Sonderschulpädagogin", erzählt Thomas Pölzl. Derzeit sind in Pressbaum 84 Schüler in vier Klassen untergebracht und in den Fächern Deutsch, Englisch und Mathe unterrichten jeweils zwei Lehrer eine Klasse. Die Gemeinde Pressbaum argumentiert mit den enormen Kosten und der halbleeren Schule. "Derzeit kommt uns das Pro-Kopf Schulgeld für Schüler an der Mittelschule auf knapp 4.000 Euro, am Sacré Coeur aber nur auf etwa 1.700 Euro. Wir werden natürlich für jedes Pressbaumer Kind das Schulgeld übernehmen, egal ob es dann am Sacré Coeur (Privatschule mit Öffentlichkeitsrecht) oder in einer der Nachbargemeinden die Neue Mittelschule besuchen wird. Natürlich gilt dies dann für alle Pressbaumer Schüler, die dann am Sacré Coeur die Mittelschule besuchen werden, auch für die, die bereits privat für das kommende Schuljahr angemeldet wurden, denn wir möchten nicht, dass sich jemand ungleich behandelt fühlt", so Bürgermeister und Vizebürgermeister. Auch um die Lehrerschaft hat man sich Gedanken gemacht. "Wir haben vom Landesschulrat bereits die Zusage, die Lehrer beim Wechsel an andere Schulen zu unterstützen - niemand soll in der Luft hängen bleiben," so Schmidl-Haberleiter. "Die mögliche Auflösung des Schulsprengels wird derzeit noch geprüft", so Vize-Bgm. Alfred Gruber.

Für Schulleiter Thomas Pölzl ist die geplante Schließung der NMS ein Armutszeugnis der Stadtgemeinde Pressbaum.
Bürgermeister Josef Schmidl-Haberleitner und Vizebürgermeister Alfre Gruber:  "Das Schulgeld wird selbstverständlich übernommen - auch wenn eine NMS in einer Nachbarsgemeinde besucht wird."

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