Grüne Liste sieht Zerstörung des Gablitzer Ortszentrums
- Dort wo früher Insekten, Vögel und grüne Bäume waren, finden sich jetzt nur noch Erdhaufen und Baumstümpfe
- Foto: Grüne Liste Gablitz
- hochgeladen von Florian Ladenstein
In Gablitz wurde in letzter Zeit heftig gebaggert. Die Bäume des ehemaligen Klostergartens, die Tennisplätze, die alten Stallungen: alles weg. Die Stämme des zentralen Grünraums im Ortszentrum sind ordentlich aufgestapelt und harren ihrer Verbrennung. „Es gibt derzeit immer noch keine konkreten Pläne, wie das neue Zentrum auf Kloster- und Bundesforstegrund aussehen soll, wir wissen nur, dass Gablitz jetzt jedenfalls schon fürchterlich anders aussieht. Das Hauptproblem für die Gemeinde ist auch genau,“ so der geschäftsführende Gemeinderat für Naturschutz DI Gottfried Lamers, „dass sie sich blindlings in einem Vertrag dazu verpflichtet hat, die Umwidmung dieses zentralen Geländes zu betreiben, ohne konkrete Zusagen für irgendetwas zu haben.“
„Die Menschen in Gablitz sehen jetzt aber direkt vor ihrer Haustüre, zu welcher Natur- und Ortsbildzerstörung die Pläne von Bgm Cech geführt haben. Wir hören darum auch von immer mehr GablitzerInnen, dass sie einen derart massiven Eingriff in Gablitz nicht für möglich gehalten hätten und von der intransparenten Vorgehensweise des Bürgermeisters enttäuscht sind. Hinzu kommt, dass künstlich geschaffene Ortszentren noch nie funktioniert haben. Es ist daher zu befürchten, dass das sogenannte ‘Ortszentrum’ im Klosterbereich eine triste Ansammlung von Wohngebäuden, umgeben von Asphalt und Straßen wird“, ergänzt Miriam Üblacker, Mitglied der Grünen Liste Gablitz.
„Als Grüne Liste Gablitz haben wir seit Jahren für eine vernünftige und planbare Dorfentwicklung gearbeitet. Darum haben wir auch von Anfang an davor gewarnt, welche Folgen die Pläne des Bürgermeisters haben werden. Der Neubau des Dorfzentrums wird die Planzahlen des erst kürzlich erarbeiteten Entwicklungskonzepts sprengen und die angepeilten Wachstumszahlen obsolet machen. Damit wird die Infrastruktur in Gablitz deutlich schneller nicht mehr ausreichen, als ursprünglich eingeplant war”, betont Lamers abschließend.
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