Neues Müllzentrum: Sorgen um Anrainer, Lärm, Geruch und Wienerwaldsee-Nähe

Bürgermeister Josef Schmidl-Haberleitner und Vizebürgermeister Alfred Gruber mit den Plänen für das neue Müllsammelzentrum.
  • Bürgermeister Josef Schmidl-Haberleitner und Vizebürgermeister Alfred Gruber mit den Plänen für das neue Müllsammelzentrum.
  • Foto: Stadtgem. Pressbaum
  • hochgeladen von Tanja Waculik

PRESSBAUM. Wie berichtet planen die Gemeinden Pressbaum, Tullnerbach und Wolfsgraben gemeinsam mit dem Gemeindeverband für Abfallbeseitigung (GVA) Tulln an einem gemeinsamen Wertstoffsammelzentrum. Dies soll auf einem Grundstück in Frauenwarth errichtet werden, dass sich im Besitz der Stadtgemeinde Pressbaum befindet. Eine Interessentenausschreibung durch den GVA Tulln befinde sich schon am Plan. Mitte Mai soll klar sein, welcher Anbieter die Planung übernimmt. Für die Planung sind aus heutiger Sicht rund acht Wochen vorgesehen, die Bauzeit wird auf sechs bis acht Monate geschätzt. "Es sollen dadurch möglichst keine Mehrkosten für die Bürger entstehen", betonte Wirtschafts-Stadtrat Reinhard Scheibelreiter.

Bedenken im Gemeinderat

Er stimme zwar überein, dass die Gemeinde ein neues Altstoffsammelzentrum brauche, doch er zweifle an der bestmöglichen Eignung des Standorts, meinte Stadtrat Wolfgang Kalchhauser und machte sich vor allem um die Nähe zum Wienerwaldsee, eventuelle Ausdünstungen und Feinstaub sowie Geruchs- und Lärmbelästigung für die Anrainer Sorgen. Diesen Bedenken schlossen sich gleich mehrere Gemeinderäte an. "Ich würd' auch nicht neben einem Müllzentrum wohnen wollen", meinte auch Stadträtin Anna-Leena Krischell.
Die erforderlichen Überprüfungen, unter anderem eine Umweltschutzprüfung, würden in jedem Fall durch das Land Niederösterreich erfolgen, erklärte Bürgermeister Josef Schmidl-Haberleitner. "Und die Betriebszeiten werden die nächtlichen Ruhezeiten auf alle Fälle berücksichtigen", meinte Vizebürgermeister Alfred Gruber. Zudem gäbe es, trotz umfassender Suche, in dieser notwendigen Größenordnung kein anderes passendes Grundstück, erklärte Stadtrat Fritz Brandstetter.

"Bürger werden informiert"

Vorerst fänden sämtliche grundrechtlichen Abklärungen statt. Sollten diese voraussichtlich positiv ausfallen würde man sich in Form einer Bürgerversammlung, Informationsveranstaltung oder ähnlichem mit allen Anrainern und auch anderen interessierten Personen zusammensetzen und das professionell präsentieren, "aber natürlich auch auf die Wünsche eingehen und versuchen die zu goutieren und im Projekt umzusetzen", erklärte Wirtschafts-Stadtrat Reinhard Scheibelreiter. Der Grundsatzbeschluss sei sozusagen der "Startschuss" um die nötigen Sachverständigen loszuschicken, fügte Stadtrat Fritz Brandstetter hinzu.

Schlussendlich wurde der Grundsatzbeschluss zur Errichtung des Wertstoffsammelzentrums mehrheitlich positiv angenommen.

ZUR SACHE:

Der Grundsatzbeschluss lautet wie folgt:
"Die Stadtgemeinde begrüßt die Realisierung eines interkommunalen Wertstoffsammelzentrums im Gemeindegebiet von Pressbaum. Errichter und Betreiber ist der GVA Tulln. Die Vorbereitungskosten für die rechtliche Nutzbarmachung des Geländes werden zwischen den Gemeinden Pressbaum, Tullnerbach und Wolfsgraben gemäß dem Bevölkerungsschlüssel getragen (Pressbaum 62%, Tullnerbach 24%, Wolfsgraben 14%).
Der Emissionsminimierung und der Reduktion verbleibender Immissionen wird seitens der Baubehörde große Wichtigkeit eingeräumt. Diesbezügliche Auflagen der Behörde werden im Projekt umgesetzt.
Die Festlegung der finanziellen und organisatorischen Bedingungen für den Betrieb dieses Zentrums werden in einer gesonderten Vereinbarung zwischen den betroffenen Gemeinden und dem GVA Tulln festgelegt."

ZUM NACHLESEN:

Neues Altstoffsammelzentrum für Pressbaum

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