Wohnungsmarkt in Reutte
2020 kommen nur wenige neue Wohnungen zur Vergabe

Es wird viel gebaut, 2020 kommen in Reutte aber nur wenige neue Wohnungen auf den Markt.
  • Es wird viel gebaut, 2020 kommen in Reutte aber nur wenige neue Wohnungen auf den Markt.
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REUTTE (rei). Der Druck auf den Wohnungsmarkt in der Marktgemeinde Reutte ist groß. Dabei wurden heuer insgesamt 101  Wohnungen und 16 Eigenheime neu übergeben bzw. bezogen, zusammen somit 117 zusätzliche Unterkünfte. Trotzdem liegen der Gemeindeverwaltung derzeit knapp über 260 Ansuchen auf eine neue Unterkunft vor.

Zahlen im Gemeinderat vorgestellt


Diese Zahlen nannte kürzlich Bürgermeister Luis Oberer im Gemeinderat. Und er hatte noch eine weitere Meldung dabei - eine, die erwarten lässt, dass es Wohnungswerber 2020 nicht einfach haben werden. Nur vier neue Wohnungen werden fertiggestellt. Es handelt sich um jene Einheiten, die im Dengelhaus untergebracht werden. Das denkmalgeschützte Objekt hinter der Gemeinde wird derzeit generalsaniert.
Weitere neue Wohnungen werden nicht dazu kommen, jedenfalls keine, die von gemeinnützigen Wohnbaugesellschaften errichtet werden. Oberer rechnet frühestens 2021 wieder zusätzlichem Wohnraum, den man bereit stellen kann.

Wohnungswerber aus der Region

Zuletzt gab es hinsichtlich der Wohnungspolitik in Reutte auch Kritik: Reutte würde Bürger anderer Gemeinden "anlocken", was sich besonders auf die kleinen Gemeinden in den Talschaften negativ auswirke. Oberer widersprach dieser Darstellung: Die aktuellen Zahlen würden dies nicht belegen.

Interessante Detailzahlen

Von den aktuell 262 Ansuchen kommen 58 Prozent aus der Gemeinde Reutte selbst, und 86,6 Prozent aus Gemeinden des Planungsverbandes 2 (Reutte und Umgebung). Das bedeute aber nicht, dass die Bevölkerungszahl von Reutte entsprechend stark wächst. Es melden sich auch Personen, die einfach eine neue Wohnung suchen. Kann eine solche zugewiesen werden, wird zumeist die alte Wohnung frei und kann an andere Wohnungswerber vergeben werden.
Interessant diesbezüglich: Nicht selten wird ein Wohnungswechsel angestrebt, weil die jeweiligen Personen gerne eine kleinere Wohnung als die bestehende hätten. Andere benötigen wiederum eine behinderten- oder altengerechte Wohnung. Der Anteil dafür liegt bei beachtlichen sechs Prozent der Ansuchen. In vier Prozent der Ansuchen ist wiederum bekannt, dass die Wohnungssuche mit einer vorangegangenen Trennung von Partnern zusammenhängt.
Aus den Talschaften des Bezirks liegen hingegen "nur" 19 Wohnungsanuschen vor, dazu kommen noch welche aus anderen Regionen.

Autor:

Günther Reichel aus Reutte

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