Bergretter bargen Hund aus Spalte

Marc (li) und Tobias Bilgeri neben der Felsspalte, in die der 45 kg schwere Hund gefallen war.
  • Marc (li) und Tobias Bilgeri neben der Felsspalte, in die der 45 kg schwere Hund gefallen war.
  • Foto: BR Tannheim
  • hochgeladen von Günther Reichel

TANNHEIM (rei). Anderen zu helfen, ist die Aufgabe der Bergrettung. Ein Tier zu bergen kommt aber eher selten vor. Und wenn dann auch noch ein Bergretter rund sieben Meter in eine enge Felsspalte abgeseilt werden muss, ist das schon etwas Außergeöhnliches, zumal die Retter mit dem Hubschrauber eingeflogen wurden. So geschehen vergangenen Dienstag in Tannheim.
„Wir wurden verständigt, dass ein Hund im Bereich der Rotspitze in Tannheim in eine Felsspalte gestürzt ist. Den Besitzern war es nicht möglich, das Tier zu bergen. Also haben wir uns auf den Weg gemacht“, erzählt Bürgermeister Markus Eberle, selbst ein erfahrener Bergretter.
Er alarmierte zwei weitere Mitglieder der Bergwacht Tannheim - Marc und Tobi Bilgeri. Die jungen Brüder waren sofort zur Stelle, als es darum ging, das verängstigte Tier aus seiner misslichen Lage zu befreien. Keine Selbstverständlichkeit, wenn man - am nebenstehenden Foto gut zu erkennen - sieht, wie eng die Felsspalte nahe der Landsbergerhütte ist.
Doch das erste Problem, das es zu bewältigen galt, war der Zeitfaktor. Zu Fuß wäre es vermutlich nicht möglich gewesen, den Vierbeiner rechtzeitig aus der Spalte zu bergen. Also wurde nach Möglichkeiten gesucht, die Retter mit dem Hubschrauber einzufliegen. Schließlich fand sich wohl ein Tierfreund, der den Flug genehmigte. Die Helikopter brachte die Retter zum Einsatzort. Hier einigte man sich, dass der „schlankste“ Retter, Marc, zum Hund abgeseilt wird. Bruder Tobi kümmerte sich derweil um die Sicherung. „Am Ende war die Spalte aber so eng, dass er fast nicht bis zu dem Tier gekommen wäre“, berichtet Eberle. Doch der Wille, dem Tier zu helfen überwog. Marc Bilgeri quetschte sich regelrecht in die Spalte, bekam den Hund schließlich am Halsband zu fassen und zog ihn mit Unterstützung seines Bruders nach oben. Hier gab es strahlende Augen bei den Besitzern des Hundes. Kostenlos war der Einsatz nicht. Die Hundehalter werden eine Rechnung bekommen. Das war aber schon vorher vereinbart. Der Hund blieb unverletzt.

Autor:

Günther Reichel aus Reutte

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