Wintersperre endet
Das Hahntennjoch: Fluch und Segen gleichermaßen
- Die Passstraße verbindet den Bezirk Imst mit dem Lechtal.
- Foto: Land Tirol/Schallhart
- hochgeladen von Günther Reichel
Am 11. Mai endet die Wintersperre auf der Verbindung zwischen Pfafflar und Imst. Die L 246, die Hahntennjochstraße, bringt für die Lechtaler Bevölkerung Entlastungen, leider aber auch sehr viele Belastungen mit sich.
PFAFFLAR/IMST. Wer im Lechtal wohnt und nach Imst bzw. in den Tiroler Zentralraum will, fährt gerne über das Hahntennjoch. Es ist die kürzeste Verbindung zwischen den Regionen. Weil es sich auf der B179, der Fernpassstraße, oft staut, wählen auch ortskundige Personen aus dem Reuttener Talkessel bzw. dem Tannheimer Tal diese Strecke und sparen damit Zeit und Nerven. Zunehmend nutzen allerdings auch "Stauflüchtlinge" die Passstraße.
Nachteile für Pfafflar
Was für die Einen vorteilhaft ist, hat für die Pfafflarer Bevölkerung auch viele Nachteile. Das "Nervenkostüm" der Anrainer wird in den Sommermonaten arg belastet, zumal das Hahntennjoch nicht nur ein wichtiger Verbindungsweg, sondern auch eine äußerst beliebte Ausflugsstrecke, speziell für Motorradfahrer, ist.
"Wir spüren jeden Stau", sagt die Pfafflarer Bürgermeisterin Petra Krabacher. Auch ohne die Verkehrsmeldungen im Radio zu hören, weiß man in der Seitentalgemeinde sehr schnell, ob sich auf der Fernpassstrecke wieder einmal ein Stau gebildet hat. Zeitversetzt rollt dann der Ausweichverkehr über das Joch.
Neues Ungemach droht
Angesichts der Mautpläne am Fernpass - Stichwort Fernpass-Paket - blickt man daher in der Kleingemeinde durchaus sorgenvoll in die Zukunft, denn weiteres Ungemacht durch Mautflüchtlinge droht. "Das geht dann gar nicht", sagt Krabacher. Eine Bemautung des Hahntennjochs wäre für sie zumindest eine Überlegung wert, um die Strecke für „Stau- bzw. Mautflüchtlinge“ unattraktiver zu machen.
In die Debatten rund um das Fernpass-Paket will sich die Pfafflarer Bürgeremisterin aber nicht einmischen: "Ich springe jetzt nicht auf und sage, am Fernpass darf es keine Maut geben, weil wir dann vielleicht mehr Verkehr bekommen könnten. Der Fernpass ist eine Sache, das Hahntennjoch die andere. Aber das Land muss sich schon etwas einfallen lassen!"
Straße öffnet am 11. Mai um 16 Uhr
Ungeachtet solcher Überlegungen wird mit 11. Mai um 16 Uhr das Winterfahrverbot am Hahntennjoch aufgehoben und die L 246 für den Verkehr freigegeben. Im Vorfeld waren umfassende Maßnahmen notwendig, um die Strecke herzurichten. Insgesamt wurden rund 1.100 Arbeitsstunden seitens der Straßenmeisterei aufgewendet, um die Passstraße wieder in einen sicheren Zustand zu bringen. Allein auf die Felsräumarbeiten entfielen dabei rund 430 Stunden.
Parkraumbewirtschaftung am Joch
Mit der Öffnung der Straße gibt es eine weitere Neuerung: Die Gemeinde Pfafflar bewirtschaftet künftig die auf ihrem Gemeindegebiet liegenden Schotter-Parkflächen auf der Passhöhe und wird diese auch betreuen. Die Gemeinde wird – wie bei vielen anderen Wander-Parkplätzen auch – ein freiwilliges Park-Entgelt einheben. Dafür sind entsprechende Beschilderungen und Geldeinwurf-Stellen vorgesehen. Der Straßendienst verbleibt in der Zuständigkeit des Landes Tirol.
Besser informiert
Weitere Informationen aus dem Bezirk Reutte finden Sie unter www.meinbezirk.at
https://www.meinbezirk.at/tirol/c-lokales/die-nachrichten-des-tages-im-whatsapp-kanal-meinbezirk-tirol_a6636519
Link einfügen
Video einbetten
Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.
Karte einbetten
Social-Media Link einfügen
Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.
Code einbetten
Beitrag oder Bildergalerie einbetten
Foto des Tages einbetten
Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten
Du möchtest selbst beitragen?
Melde dich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.
Du möchtest kommentieren?
Du möchtest zur Diskussion beitragen? Melde Dich an, um Kommentare zu verfassen.