20 Jahre Berufsfestival
340 Schüler informierten sich bei Lehrberufsmesse in der WK Reutte

Zahlreiche regionale Firmen nutzten die Messe, um ihre Ausbildungsangebote zu präsentieren und mit den Jugendlichen ins Gespräch zu kommen. | Foto: MeinBezirk/Hartman
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„Wie geht es nach der vierten Klasse weiter? Wo liegen meine Stärken und Interessen?“ – Fragen wie diese beschäftigen viele Jugendliche am Ende ihrer Pflichtschulzeit. Um ihnen Orientierung zu geben, veranstaltete die WK Reutte auch heuer wieder ein „Berufsfestival“.

REUTTE (eha). Seit mittlerweile 20 Jahren bringt die Veranstaltung Unternehmen und potenzielle Lehrlinge zusammen. In diesem Jahr stellten sich 27 namhafte Betriebe und Organisationen aus der Region den rund 340 Schüler:innen der 7. und 8. Schulstufe als mögliche Ausbildungsstellen vor. Die Jugendlichen nutzten sowohl die Räumlichkeiten im Erdgeschoss als auch den Außenbereich intensiv, um sich über unterschiedliche Berufsbilder zu informieren.

Interesse bei Betrieben ist riesig

Organisiert wurde die Messe wie gewohnt von Simon Volderauer, der seitens der Wirtschaftskammer die Betriebe koordiniert, sowie PTS-Lehrer Tobias Petrini, der für die Abstimmung mit den Schulen verantwortlich ist. Volderauer zeigte sich mit der Entwicklung äußerst zufrieden: „Innerhalb von zwei Tagen war die Messe ausgebucht – das Interesse auch jenseits der Grenze ist riesig. Dennoch wollen wir klar den heimischen Betrieben den Vorzug geben.“ Der Mix der teilnehmenden Unternehmen sei breit gefächert – von Industrie- und Elektrotechnik über Bau, Holz und Gastgewerbe bis hin zu Banken, die zunehmend wieder auf die duale Ausbildung setzen.

Die Veranstaltung unterstützt die Jugendlichen dabei, den passenden Berufsweg zu wählen. | Foto: MeinBezirk/Hartman
  • Die Veranstaltung unterstützt die Jugendlichen dabei, den passenden Berufsweg zu wählen.
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Gesamte Region abdecken

Wirtschaftskammer-Bezirksstellenleiter Wolfgang Winkler unterstrich die Bedeutung der regionalen Verankerung: Es sei entscheidend, Unternehmen aus dem gesamten Bezirk – von Vils bis ins Lechtal und Tannheimer Tal – sichtbar zu machen. Nur so könnten Jugendliche erkennen, welche beruflichen Möglichkeiten direkt in ihrer Nähe bestehen.

Fachkräftemangel als Herausforderung

Wirtschaftskammer-Obmann Christian Strigl hob die strukturellen Herausforderungen der Region hervor. Mit rund 280 Geburten pro Jahr seien die Jahrgänge klein, entsprechend stark sei der Wettbewerb um Fachkräfte. Derzeit werden im Bezirk 554 Lehrlinge ausgebildet, dennoch seien etwa 76 Lehrstellen unbesetzt. Als mögliche Zukunftsmaßnahme sprach Strigl die Schaffung eines Lehrlings- und Schülerheims an, um auch Jugendliche von außerhalb an die Region zu binden. Zwar seien Standort-, Finanzierungs- und Bauträgerfragen noch offen, doch zeige er sich zuversichtlich, das Projekt innerhalb der kommenden Jahre realisieren zu können – nicht ohne ein Augenzwinkern in Richtung seiner verbleibenden Amtszeit.

v.l.: WK-Obmann Christian Stigl, Simon Volderauer, Tobias Petrini und WK-Bezirksstellenleiter Wolfgang Winkler beim Pressegespräch. | Foto: MeinBezirk/Hartman
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Schulen als wichtige Schnittstelle

Auch die schulische Perspektive wurde betont: PTS-Lehrer Tobias Petrini verwies auf die zentrale Rolle der Schulen als Schnittstelle zur Wirtschaft. Durch Praktika und Schnuppermöglichkeiten erhielten Schüler:innen frühzeitig realistische Einblicke in die Berufswelt. Dieses Modell bewährt sich deutlich – nahezu alle Poly-Schüler:innen haben bereits bis zum Sommer eine Lehrstelle, nur wenige entscheiden sich für eine weiterführende Schule.

Erfolgreiches Zusammenspiel für die Zukunft

Das Berufsfestival zeigte damit einmal mehr eindrucksvoll, wie vielfältig die beruflichen Perspektiven im Außerfern sind – und wie eng Schulen, Wirtschaft und Lehrbetriebe zusammenarbeiten, um diese Chancen für junge Menschen sichtbar und zugänglich zu machen.

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