Unbekannter schädigt Bäume am Wolfsberg

Thomas Mutschlechner vor jenem Wald auf der Rückseite des Wolfsbergs, wo die Bäume eingeschnitten wurden.
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  • Thomas Mutschlechner vor jenem Wald auf der Rückseite des Wolfsbergs, wo die Bäume eingeschnitten wurden.
  • hochgeladen von Günther Reichel

REUTTE (rei). Reuttes Gemeindeförster Thomas Mutschlechner weiß nicht so recht, ob er sich einfach nur wundern oder doch eher ärgern soll: Seit geraumer Zeit schneidet eine unbekannte Person am Wolfsberg in Reutte Bäume vermutlich mit einer Handsäge ein.

„Vor gut einem Jahr ist uns erstmals aufgefallen, dass rund 30 Bäume, zumeist Fichten, eingeschnitten waren“, erzählt der Förster. Die Einschnitte sind so gesetzt, dass die Bäume nicht sofort umfallen, sondern daran eingehen, bzw. bei Wind an den Schnittstellen geknickt werden.

Die Schnitte selbst sind aber nicht in Bodennähe gesetzt, teilweise befinden sie sich in einer Höhe von drei bis fünf Metern. „Vielleicht, weil die Stämme dort nicht ganz so dick sind“, mutmaßt Mutschlechner. Wissen tut er es aber nicht.

Vor kurzem entdeckte er weitere eingeschnittene Bäume - ca. zehn Stück und diesmal großteils Laubbäume.

Warum das jemand tut? Auch darüber kann nur spekuliert werden. Denkbar wäre, dass jemand versucht, Bäume, die zu lange Schatten werfen, loszuwerden, denn es sind keine kleinen Bäume die geschädigt werden, sondern solche mit 30 Zentimeter Umfang und mehr.

„Eine sehr gefährliche Sache“, warnt Mutschlechner. Für ihn ist es durchaus denkbar, dass einmal ein Baum während des Ansägens umknickt. Das könnte durchaus tödlich für den Täter enden.

Eine Gefahr ganz anderer Art besteht darin, dass einer der geschädigten Bäume auf die Straße hinter dem Wolfsberg im Bereich Untergsteig fällt. Hier fahren Autos und es sind viele Fußgänger am Weg. Nicht auszudenken, wenn hier jemand verletzt wird.

„Wir haben die Vorfälle daher bei der Polizei angezeigt“, erzählt Mutschlechner. Die Erhebungen haben bereits begonnen. Zwischenzeitlich appelliert Mutschlechner an den Täter, künftig die Finger von den Bäumen am Wolfsberg zu lassen.

„Kann man die Bäume am Wolfsberg nicht einfach umschneiden?“, wollte das Bezirksblatt vom Leiter der Bezirksforstinspektion Reutte, Josef Walch wissen. „Nein“, sagt Walch und erklärt auch warum: „Das Gelände am Wolfsberg in Richtung Unter­gsteig ist extrem steil. Der Wald übt hier eine Schutzfunktion aus. Er hält Schnee zurück, aber auch Steine. Außerdem ist eine Rodung aufgrund des Forstgesetzes gar nicht zulässig.“ Auch Josef Walch appelliert daher, den Baumbestand in Ruhe zu lassen und verweist auf die strafrechtliche Komponente, die für den Täter zum Tragen kommen könnte, falls man ihn erwischt.

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