Zukunft der Jöchelspitzbahn entscheidet sich in den kommenden Tagen

Das Skigebiet in Bach ist beliebt. Die Doppelsesselbahn entspricht allerdings nicht mehr heutigen Ansprüchen.
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  • Das Skigebiet in Bach ist beliebt. Die Doppelsesselbahn entspricht allerdings nicht mehr heutigen Ansprüchen.
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BACH (rei). Alles oder nichts. So könnte man mit drei Worten die Situation rund um die in die Jahre gekommene Seilbahn in Bach beschreiben.
Seit vielen Jahren wird ein Neubau der Lechtaler Bergbahn diskutiert. Die anstehende Entscheidung wurde lange Zeit hinausgeschoben. Nun muss über die Zukunft entschieden werden: Die Konzession zum Betrieb der Bahn endet im April 2019 endgültig.

"Eine weitere Verlängerung gibt es nicht mehr", erläutert Günter Oberhauser. Der Vorarlberger führt die Geschäfte der Lechtaler Seilbahngesellschaft, die zu den Skiliften Warth gehört, allerdings als eigenständige Gesellschaft firmiert.

8er-Umlaufbahn ist geplant

Ein Grobkonzept für eine neue Bahn liegt vor. Angedacht ist eine 8er-Umlaufbahn, die man im Grunde dort bauen will, wo derzeit die alte Doppelsesselbahn verläuft. Dem Wunsch vieler Lechtaler, die Bahn bis auf den Talboden in Bach herunterzuführen oder gar eine gänzlich neue Trasse zu verwirklichen, die in Richtung Holzgau führt, wird nicht nachgegangen. "Unfinanzierbar", stellt Oberhauser fest, der nicht nur in Bach, sondern auch bei den Skiliften Warth Geschäftsführer ist. Mit Seilbahnen kennt er sich also aus, ebenso natürlich mit dem ganzen Umfeld, das es braucht, damit solche Betriebe erfolgreich wirtschaften können.

Mehr geht nicht

Die zur Diskussion stehende 8er-Umlaufbahn am Platz der derzeitigen Doppelsesselbahn ist das Maximum, was wirtschaftlich machbar ist, versichert Oberhauser. Und das auch nur dann, wenn sich Partner finden, welche sich finanziell am Bau beteiligen.
Die Gemeinden des Lechtals, der Tourismusverband und das Land Tirol sind gefragt. Die Bereitschaft ist gegeben. So hat etwa Lechtal Tourismus schon vor längerer Zeit beschlossen, 1,1 Millionen Euro bereitzustellen.
"Das ist für einen kleinen Tourismusverband wie den unseren viel Geld. Aber diese Bahn ist enorm wichtig für uns", erklärt TVB-Geschäftsführer Michael Kohler.
Auch die Gemeinden der Talschaft müssen sich einbringen - so wie der TVB mit 1,1 Millionen Euro. Je nach Einwohnerzahl bzw. Gästenächtigungen müssen die Kommunen unterschiedlich viel Geld bereitstellen. Die dafür ntowendigen Beschlüsse wurden bzw. werden in den Gemeinden schon gefasst.
Dafür werden wiederum Bedingungen gestellt. Zu diesen gehört etwa eine Betreibersicherheit. Die sei aber ohnehin gegeben, stellt dazu Günter Oberhauser fest. "Die müssen wir schon abgeben, um die Konzession zu bekommen."

Entscheidung steht bevor

Die Entscheidung zum Neubau steht nun jedenfalls unmittelbar bevor. "Die Zeit drängt", stellt Oberhauser klar. Die Projektpläne müssen in die Detailplanung übergeführt werden. Es braucht die Ansuchen bei den Behörden, das Genehmigungsverfahren und die rasche Ausschreibung. "Sonst bekommen wir keine Baufirmen, bzw. wird die Umsetzung viel teurer", weiß Oberhauser aus seinen Erfahrungen zu berichten.
Wenn in den kommenden Tagen und Wochen aber alles zusammenspielt, kann der Startschuss wohl gegeben werden. "Wir sind jedenfalls zuversichtlich", blickt der Geschäftsführer positiv nach vorne.

Jetzt muss es schnell gehen

Im Optimalfall wird das Projekt noch heuer bei den Behörden eingereicht und von diesen rasch genehmigt. Eine Bauverhandlung im Febraur 2019 wäre das große Ziel. Dann könnte Ende März 2019 die alte Doppelsesselbahn abgetragen und mit dem Bau der neuen Aufstiegshilfe begonnen werden.
Den Sommer über wäre der Bereich rund um die Bergstation der Jöchelspitze  nur zu Fuß erreichbar. Ende September 2019, eventuell Anfang Oktober könnte die neue Bahn in Betrieb gehen.
Und wenn das alles nicht wie erhofft funktioniert? "Dann endet mit März 2019 die lange Geschichte der Lechtaler Bergbahn", stellt Günter Oberhauser nüchtern fest. Aber daran will man im Lechtal erst gar nicht denken. Vielmehr freut man sich auf ein neues Zeitalter der Jöchelspitzbahn.

Das Skigebiet in Bach ist beliebt. Die Doppelsesselbahn entspricht allerdings nicht mehr heutigen Ansprüchen.
Günter Oberhauser ist zuversichtlich, das das Projekt umgesetzt wird.

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