17.12.2017, 21:13 Uhr

Vils: Volksbefragung zum geplanten Logistikzentrum am 21. Januar

(Foto: Stadtgemeinde Vils)
VILS (eha). Der Konflikt um die geplante Logistikhalle nahe der Firma Metalltechnik Vils im  Westen von Vils nimmt kein Ende. Wie berichtet möchte Deckel Maho (DMG Mori) aus Pfronten am grenznahen Ortsende von Vils ein Logistikzentrum errichten, mit dem sowohl das Werk Pfronten bedient als auch die internationale Aus- und Zulieferung über den Grenztunnel Füssen über die A7 abgewickelt werden kann. Befürchtet wird eine zusätzliche Verkehrsbelastung von 24 Lkw-Fahrten pro Tag durch die Stadtgemeinde.

Während Bürgermeister Günter Keller und fast alle Gemeinderäte an dem Objekt festhalten, sind Markus Petz als einziges Gemeinderatmitglied, und viele Bürger gegen das Vorhaben. Um dagegen anzugehen, sammelte eine Bürgerinitiative unter der Federführung von Petz, in einem ersten Anlauf 240 Unterschriften um eine Volksbefragung gegen den geplanten Neubau zu erzwingen. Dieser wurde jedoch vom Gemeindeoberhaupt auf Grund von Formfehlern abgewiesen. Diese Zurückweisung ließen Petz und seine Befürworter aber nicht auf sich sitzen, und machten sich gleich nach der Informationsveranstaltung am 16. November erneut daran Unterschriften zu sammeln - diesmal dem Recht entsprechend. Innerhalb einer Woche erreichte man 294 Unterstützungserklärungen, das entspricht 27 Prozent der Wahlberechtigten Vilserinnen und Vilser.

Nun gab Bürgermeister Keller bekannt, dass die Volksbefragung, deren Ergebnis für die politisch Verantwortlichen allerdings nicht bindend wäre, am 21. Januar 2018 durchgeführt wird. Deckel Maho wurde darüber von Bgm. Günter Keller, der selbst im Unternehmen tätig ist, schon informiert und hat auch seine Befürchtung, dass die Umsetzung des Bauvorhabens 2018 in Vils nicht mehr möglich sein wird, kund getan.

Derweil geht die Suche nach einem neuen Standort für die Lagerhalle von Deckel Maho schon weiter. Erste Gespräche habe es mit Bürgermeister Karl Wechselberger aus Pinswang schon gegeben, für den eine Ansiedlung im Gewerbegebiet bei den Hartsteinwerken Beirer am Lech nahe der A7 durchaus wünschenswert wäre. Wie nun weiter vorgegangen wird, darüber hält sich das Unternehmen auf Nachfrage bedeckt. Fest steht nur so viel: Auch bei einem Logistikcenter in Pinswang würde der Maho-Lkw-Werksverkehr künftig immer ganz Vils queren müssen, die 40 Arbeitsplätze, sowie die Kommunalsteuer wären für die Stadtgemeinde allerdings verloren.
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