Faschingsauftakt im Hausruck

Mädls ich hab keine Zuckerl mehr....
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Wo: Fasching , 4906 Eberschwang auf Karte anzeigen

Als erster Faschingsumzug des Jahres fand auch heuer wieder in Eberschwang der tradionelle "Blaue Montag Umzug" statt. Er wird aber seit längerer Zeit nach dem ebenso tradionellen Burschenball am Samstag jetzt an einem Sonntag  abgehalten.
Veranstaltet wird er von der Burschenschaft 1837, die so neben anderen Veranstaltungen übers Jahr eine alte Tradition am Leben erhält.

Der Brauch entstand um 1880 dadurch, das Burschen vom sonntäglichen Burschenball nicht zur Arbeit erschienen, sondern sich im Ort herumtrieben und durch Streiche die Aufmerksamkeit auf sich lenkten. Andere Vereinsmitglieder schlossen sich an und der "Blaue Montag“ war geboren.

Verschiedene Themenwägen nahmen auch diesmal wieder einige aktuelle Ereignisse des vergangenen Jahres aufs Korn, wie die Nichtraucherdebatte, die Glyphosatdiskussion oder die Nacktfernsehsendung Adam sucht Eva, allerdings nicht nur der Kälte wegen mit hautfarbenen Kostümen. Auch die Sendung Ninja Warrior wurde aktionsreich nachgestellt und auch andere Aktionen mit Lokalbezug erfreuten die vielen Zuschauer am Strassenrand.

Neben den aufwändig gestalteten Wägen und Kostümen gehört in Eberschwang auch unbedingt der Clown mit seinem Sack voller Zuckerl dazu.
Wenn die Kinder laut genug schreien, bekommen sie dann eine Handvoll Süssigkeiten.

Nachdem es sich bei diesem Faschingumzug um eine reine lokale Burschenveranstaltung handelt, sind die Mädchen des Ortes und auch die Freundinnen zum passiven Zuschauen verurteilt und können nur hoffen, dass die Auswirkungen des meist exzessiven Nachfeierns sich in Grenzen halten und wieder möglichst schnell verfliegen.

Nach dem Umzug durch den Ort gings ab in die Gasthäuser zum sogenannten Aussingen, bei dem die Hoppalas und "Schandtaten" der Eberschwanger in Gedichtform (Moritaten) vorgetragen wurden. So beim Wirt z'Moarhof, beim Kirchenwirt Eberschwang und am Abend im Panoptikum.

Wobei sich die Besucher schon lange vorher in den Gasthäusern einfinden und sich einen begehrten Platz sichern, denn es wird neben dem Aufwärmen auch für Spass und Unterhaltung garantiert.

Auch der neue Pfarrer von Eberschwang, Pattigham und Pramet, Mag. Thomas Schawinski war unter den Gästen und durfte sich seine Geschichte mit dem Bäcker des Ortes anhören. Er stellte sich als neuer Pfarrer vor, der Bäcker verstand jedoch Fahrer und nachdem er gerade einen solchen suchte, erklärte er dem vermeintlichen Bewerber die Örtlichkeiten und Aufgabengebiet eines Fahrers, was natürlich dann und auch bei der Moritat in den Gasthäusern für Heiterkeit und Lacher sorgte.

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