Stimmungsvoller Abend in der Innviertel Arena
SV Ried greift nach Aufstieg
- Der Japaner Nikki Havenaar (links) traf in der 8. Spielminute. Ante Bajic bereitete das 2:0 mustergültig vor.
- Foto: Schröckelsberger/SVRied
- hochgeladen von Mario Friedl
Mit einem souveränen 2:0-Heimsieg gegen Tabellenführer Admira Wacker holte sich die SV Ried gestern die Tabellenführung. Die Stimmung im ausverkauften Stadion war elektrisierend – nun träumt das Innviertel wieder von der Bundesliga.
RIED. Wüsste man es nicht besser, hätte man am Freitagabend glauben können, der SV Ried habe den Aufstieg bereits fixiert. Doch tatsächlich war es "nur" ein überzeugender 2:0-Heimsieg gegen den Tabellenführer Admira Wacker – ein Ausrufezeichen im Aufstiegsrennen. Vor ausverkauftem Haus mit 7.100 Zuschauern verwandelte sich das Rieder Stadion in ein Tollhaus.
Defensiv wenig zugelassen
„Das Stadion ist in der Nachspielzeit explodiert. Das war Wahnsinn“, schwärmte SVR-Trainer Max Senft nach dem Spiel. „Für die letzten drei Runden brauchen wir jetzt niemanden mehr zu motivieren.“ Besonders zufrieden zeigte sich Senft mit der Defensivleistung: „Wir haben heute sehr souverän zu Ende verteidigt – speziell in der zweiten Halbzeit.“ Tatsächlich präsentierten sich die Innviertler im Vergleich zur Niederlage in Kapfenberg stark verbessert. Defensiv wurden kaum Fehler zugelassen, offensiv zeigte man sich effizient: Nikki Havenaar brachte die Rieder bereits in der 8. Minute in Führung, Mark Grosse legte in der 38. Minute nach. Durch den klaren 2:0-Sieg (Hinspiel 0:1) hat Ried nun auch im direkten Duell mit der Admira die Nase vorn – ein entscheidender Vorteil im Aufstiegskampf. So könnten Ried zwei Siege und ein Remis aus den letzten drei Spielen reichen. Selbst drei Siege würden der Admira dann nicht mehr helfen.
Fans bereits bundesligatauglich
„Trotz der Euphorie und der fantastischen Stimmung dürfen wir jetzt nicht nachlassen. Es stehen noch wichtige Spiele an“, mahnte Torhüter Andreas Leitner. Trainer Senft hofft derweil auf Rückenwind von den Rängen: „Wir wünschen uns jetzt zwei volle Heimstadien zum Abschluss.“ Die Fans haben am Freitagabend jedenfalls bereits bewiesen, dass sie bundesligatauglich sind. Nun muss das Team sportlich den Sack zumachen. Denn eines ist klar: Ried braucht die Bundesliga – und die Bundesliga braucht Ried.
Zur Sache:
Restprogramm:
SV Ried: Sturm II (H), Bregenz (A), Vienna (H)
Admira: Voitsberg (H), Liefering (A), Horn (H)
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