01.07.2016, 09:35 Uhr

Matura bestanden – und was jetzt?

Fremde Kultur, exotische Tiere, neue Leute und viele Erfahrungen – all das bringt ein Auslandsaufenthalt mit sich. (Foto: Ehrenleitner)
BEZIRK (kw). Die Matura ist geschafft, aber was nun? – Diese Frage stellen sich auch heuer wieder unzählige Schulabgänger. Immer mehr Jugendliche beweisen Mut und entscheiden sich vorerst sowohl gegen die Arbeitswelt als auch gegen das Studium. Schüler, die nach bestandener Reifeprüfung erste Auslandserfahrungen sammeln wollen, sind mittlerweile keine Seltenheit mehr.

Au-Pair, Soziales Jahr & Co

"Die Möglichkeiten im Ausland zu arbeiten sind vielfältig. Und diese Möglichkeiten werden von jungen Menschen auch verstärkt genutzt", weiß Klaus Jagereder, Geschäftsstellenleiter des Arbeitsmarktservice Ried im Innkreis.

Die Geinbergerin Johanna Wernisch ist eine von ihnen. Die 19-jährige HAK-Absolventin reiste Anfang Juli für ein ganzes Jahr in den Bundesstaat Minnesota, USA. Sie betreut dort als Au-Pair die beiden Kinder einer Familie aus Minneapolis. "Als Au-Pair in Amerika zu arbeiten, das wollte ich immer schon mal machen. Ich freue mich sehr, die nächsten zwölf Monate in Amerika zu verbringen und tolle Erfahrungen zu sammeln", erklärt Wernisch aufgeregt.

Auch Barbara Ehrnleitner hat den Schritt ins Ausland gewagt. Die Eberschwangerin hat am BORG Ried maturiert und sich dann ihren lang ersehnten Traum erfüllt – fünf Monate Australien. "Ich reise durch Australien und arbeite auf Farmen und in Hostels. Für die Arbeit wird mir im Gegenzug Unterkunft und Essen zur Verfügung gestellt", erklärt Ehrnleitner.
Die 19-Jährige vermisst zwar ihren Freund und die Familie, aber allein reisen ist für sie kein Problem: "Obwohl ich alleine unterwegs bin, geht es mir sehr gut. Ich habe schon sehr viele Menschen kennengelernt. Und die Australier sind alle extrem hilfsbereit."

Ein Plus im Lebenslauf

Wernisch und Ehrnleitner sind sich beide sicher, dass sich die gesammelten Erfahrungen im Ausland im späteren Berufsleben positiv auswirken werden.
"Aus meiner Sicht ist eine Tätigkeit im Ausland nicht nur persönlich eine wertvolle Erfahrung, sondern kann bei einer Bewerbung das entscheidene Plus darstellen. Besonders Fremdsprachen bekommen in einer globalen Marktwirtschaft immer größere Bedeutung. Nicht nur die Sprache ist wichtig, auch das Kennenlernen fremder Kulturen erweitert den persönlichen Horizont im Umgang mit Kollegen oder Kunden", weiß auch Jagereder.

Diese Vorteile macht sich auch Barbara Gadringer aus Kirchdorf am Inn zu Nutze. Gadringer ist 24 und studiert Rechtswissenschaften in Wien. Sie reist im Herbst nach Los Angeles und wird für zwei Monate als Volontärin die Mitarbeiter der Außenstelle der WKO unterstützen. "Durch meinen Auslandsaufenthalt zeige ich meinem künftigen Arbeitgeber, dass ich engagiert, selbstständig und flexibel bin. Außerdem kann ich so meine Englischkenntnisse wieder auffrischen", so Gadringer, die sich freut, diese einmalige Chance bekommen zu haben.
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