Florian-Preis 2019
Bernhard Baumüller: „Ein Zündler war ich schon immer“

Bernhard Baumüller (r.) opfert mit seinem Team viele Stunden für den Musik-Kulturclub, wie hier mit Techniker Fabian Hartl bei Verbesserungsarbeiten am technischen Equipment. Ehrenamtlich, versteht sich.
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Bernhard Baumüller (56) initiierte 1988 den Musik-Kulturclub Lembach und ist für den Florian-Preis nominiert.

LEMBACH (hed). „Ein Zündler war ich schon immer“, sagt Bernhard Baumüller. Während seiner Ausbildungszeit in Wien hätte er das dortige kulturelle Leben sehr genossen und schätzen gelernt. „In der Region gab es zu meiner Zeit bis auf traditionelle Kulturveranstaltungen noch sehr wenig Angebote“, erinnert sich der Lembacher zurück. Die Gründung des Musik-Kulturclubs sei eigentlich im Wirtshaus passiert: „Wir suchten einen Proberaum für meine damalige Band. Gleichzeitig entstand die Idee, einen Treffpunkt für Jugendliche zu schaffen, sich für Musik abseits des Mainstreams zu begeistern. Schließlich richteten wir eine 'Location' ein. Eine Bühne wurde provisorisch hineingebastelt“, erzählt der leidenschaftliche Musiker und Tontechnik-Freak. 1988 kam es zur Gründung des Vereins, im Oktober gab es die erste Veranstaltung. Im Sommer 1989 folgte das erste Open Air mit Hans Theesink. „Der Zustrom zu unseren Events war irre“, schwärmt Baumüller, "bald kamen wir jährlich auf 20 Veranstaltungen. Mit unserer Musikrichtung waren wir zu dieser Zeit schon echte Revoluzzer. Es war teils auch schwierig, die Einheimischen zu gewinnen“.

Miteinander von Jung und Alt

Das Erfolgskonzept des Musik-Kulturklubs sieht er im Miteinander von Jung und Alt. So freut er sich, dass sein Sohn Peter 2015 ihm als Obmann nach 28 Jahren nachfolgte und junge Leute dazustießen. Er selbst ist nun Obmann-Stellvertreter. Auch eine gewisse finanzielle Absicherung und, dass man nicht mehr auf Förderungen angewiesen sei, freut ihn. „Das Musikclub Open Air (moa) und unsere Kabarettveranstaltungen sind unsere cash cows“. Natürlich habe er auch viele Tiefs erlebt. „Einmal hatte sich die Zahl der Mitarbeiter in einem Jahr auf vier reduziert“. Unterstützt haben ihn stets seine Frau Helga, seine Geschwister und viele Freunde. „Alleine schafft man das nicht“. Heute sind es zwischen 16 und 20 Events, die bestritten werden. Es gelingt ein Spagat zwischen alt und neu, traditionell und modern. Die vielen ehrenamtlichen Stunden möchte er nicht missen. Für die Zukunft wünscht sich der umtriebige Vermessungstechniker, dass noch möglichst viele und junge Menschen sich im Kulturverein aktiv einbringen: „Kommt einfach zu einer Veranstaltung und sprecht direkt mit den Leuten hinter den Kulissen“. Jede Kompetenz ist für einen Kulturverein wichtig, ob in der Vorbereitung, bei der Organisation oder der Arbeit vor Ort. "Bei uns hat noch jeder sein zu Hause gefunden."

Zur Sache:

Bereits seit 1988 schafft der Kulturverein Musik-Kulturclub Lembach den Spagat zwischen alt und neu, zwischen traditionell und modern und sorgt so seit 30 Jahren für Abwechslung im Mühlviertler Kulturleben. Das nächste Musikclub Open-Air findet am 23. und 24. August 2019 statt. 
Mehr dazu: Musik-Kulturclub Lembach

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