Drei Pflegelehrlinge im Bezirk Rohrbach
Die Pflegelehre bietet neue Möglichkeiten

Die drei Pflege-Lehrlinge Karin Hofer, Jana Füreder und Vivien Almesberger üben bereits fleißig an der Simulationspuppe.  | Foto: MeinBezirk
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  • Die drei Pflege-Lehrlinge Karin Hofer, Jana Füreder und Vivien Almesberger üben bereits fleißig an der Simulationspuppe.
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2024 ist die Pflegelehre in Oberösterreich angelaufen. Im Bezirk Rohrbach werden seit September 2025 drei Lehrlinge zur Pflegefachassistenz ausgebildet. 

BEZIRK ROHRBACH. "Bei uns im Bezirk Rohrbach wird die Pflegelehre seit September 2025 angeboten. Wir bilden derzeit drei Pflegelehrlinge zur Pflegefachassistenz im Bezirksalten- und Pflegeheim Lembach aus", informiert der Sozialhilfeverband (SHV) Rohrbach. "Es waren viele Bewerber und die drei besten wurde ausgesucht. Nächstes Jahr werden zwei weitere Lehrlinge im Bezirksalten- und Pflegeheim Kleinzell und erneut drei Auszubildende im Bezirksalten- und Pflegeheim Lembach eingestellt."

Entstanden ist dieses Berufsmodell laut SHV Rohrbach aufgrund des steigenden Bedarfs an Fachkräften: "Die Lehre bietet eine praktische und theoretische Ausbildung, die junge Menschen direkt nach der Schule in einen sicheren und wichtigen Beruf führt." Die Jugendlichen können die Lehre bereits nach dem abgeschlossenen neunten Schuljahr beginnen und müssen nicht, wie bei anderen pflegerischen Ausbildungen, warten, bis sie ein gewisses Alter erreicht haben. Die angehenden Lehrlinge können zwischen der dreijährigen Ausbildung zur Pflegeassistentz und der vierjährigen Lehre zur Pflegefachassistenz wählen.

Lehrlinge im zweiten Jahr

Die ersten drei Pflege-Lehrlinge im Bezirk Rohrbach, Vivien Almesberger aus Julbach, Karin Hofer aus St. Martin und Jana Füreder aus Kleinzell, sind kürzlich ins zweite Lehrjahr gestartet. "Wir wollten schon immer in der Pflege arbeiten. Das Tolle an dieser Ausbildungsform ist, dass man von Beginn an Geld verdient und den praktischen Alltag kennenlernt", sind sich die drei einig. Die Praxisanleiterinnen Martina Wilhelm und Regina Prokesch im BAPH Lembach vermitteln den Lehrlingen das Wissen, das sie für ihren zukünftigen Beruf benötigen.

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"20 Prozent der Ausbildung sind theoretisch. Die Mädels sind in jedem Lehrjahr für zehn Wochen in der Berufsschule. Die restlichen 80 Prozent der Zeit verbringen sie entweder bei uns im Lehrbetrieb oder in ihren Praktika in anderen Einrichtungen", verrät Wilhelm. Laut der Mitarbeiterin des Bezirksalten- und Pflegeheims Lembach dürfen die Pflege-Lehrlinge erst mit 17 Jahren die Pflege aktiv am Bewohner beziehungsweise am Patient durchführen. "Vorher lernen sie bereits die Grundlagen der Körperpflege an einer Simulationspuppe. Die drei bekommen außerdem Aufgaben, die sie selbstständig ausarbeiten und sehen sich Lehrvideos an", fügt die Praxisanleiterin hinzu.

Lehrlinge auch bald in Kleinzell 

"Da dies der erste Durchgang der Pflegelehre ist, fließen viele Stunden in die Vorbereitung des Ausbildungsablaufs und der Lehrunterlagen", verrät der Leiter des Bezirksalten- und Pflegeheims Lembach, Hubert Berndorfer. Dem Heimleiter war es wichtig, dass das BAPH Lembach zur Ausbildungsstätte wird. "Da wir einen hohen Fachkräftebedarf haben, investieren wir somit in die Zukunft. Zudem haben wir die nötigen Ressourcen, um Lehrlinge in der Pflege auszubilden", so Berndorfer. "2027 starten auch im Bezirksalten- und Pflegeheim Kleinzell die ersten Lehrlinge. Ziel ist es, dass irgendwann alle sechs Bezirksalten- und Pflegeheime im Bezirk Pflege-Lehrlinge ausbilden."

Die drei Pflege-Lehrlinge Karin Hofer, Jana Füreder und Vivien Almesberger üben bereits fleißig an der Simulationspuppe.  | Foto: MeinBezirk
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