"Familie muss wieder mehr wertgeschätzt werden": FPÖ-Spitzenkandidat Klinger stellte Programm vor

Wolfgang Klinger - Nationalratsabgeordneter
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INNVIERTEL, BEZIRK. Nur noch wenige Tage sind es bis zur Nationalratswahl am 15. Oktober. Der oberösterreichische Spitzenkandidat der FPÖ, Nationalratsabgeordneter Wolfgang Klinger, stammt aus Gaspoltshofen, ließ es sich aber nicht nehmen, das freiheitliche Wirtschaftsprogramm und seine Standpunkte auch in Rohrbach-Berg vorzustellen. 



Ein schlankerer Staat

Der "freiheitlicher Wirtschaftsmann" spüre aufgrund seiner Tätigkeiten in der Gastronomie und in der Transportbranche jede bürokratische Hürde, die Firmen auferlegt würde, sofort am eigenen Leibe. Seine Forderung daher: ein schlankerer Staat sowie klare und einfache Gesetze, um die Spitzenposition, die Österreich im internationalen Wettkampf laut Klinger bereits abgegeben hat, wieder zurückzugewinnen. "In Österreich ist jeder sechste im öffentlichen Dienst", beklagt der Politiker und zieht Vergleiche mit Bayern oder der Schweiz, wo die Verwaltungskosten um zehn Milliarden Euro geringer seien. Essentiell sei für ihn auch die Zusammenlegung der Kammern und der Wandel von Pflichtversicherung zu Versicherungspflicht, um einen Wettbewerb zu erzeugen. Ebenfalls auf der freiheitlichen Agenda: das Schützen der Grenzen, der Ausbau des Stromnetzes, gerechte Preise für die Landwirtschaft – weg von der linearen Förderung, gerechte Zugänge zu Pensionen sowie das Durchforsten der Förderungen. Das bisherige System sei laut Klinger intransparent und Förderungen sollten nur punktuell zum Einsatz kommen, um ein System zu etablieren und ihm zum Durchbruch zu verschaffen.

Familie mehr wertschätzen

Wichtig ist den Freiheitlichen auch das Thema Demographie. "Familie muss wieder mehr wertgeschätzt werden und vor allem leistbar sein. Wir müssen unsere Familien stärken und der Entschluss, eine Familie zu gründen, muss in der Gesellschaft anerkannt sein und gefördert werden", sagt Klinger. Dazu müsse nicht nur die Elternzeit voll auf das Pensionssystem angerechnet werden, sondern auch der Wiedereinstieg für Mütter und Väter in den Berufsalltag erleichtert werden, damit sich auf keinen Fall Nachteile für Eltern ergeben würden. Nur so könne man "die österreichische Nationalität, Identität und Sprache schützen" und der derzeitigen, demographischen Entwicklung entgegenwirken. Die durchschnittliche Kinderzahl je Familie habe sich in Österreich nämlich bei etwa 0,6 eingependelt, während ausländischen Familien oft zwei oder sogar mehr Kinder hätten.

Zur Sache


Wolfgang Klinger ist seit 2016 im Nationalrat und bei der Nationalratswahl am 15. Oktober Spitzenkandidat der FPÖ (Wahlkreis Hausruckviertel). Er ist seit 2003 Bürgermeister der 3500-Einwohner-Gemeinde Gaspoltshofen, ist Gastwirt und hat ein Transportunternehmen. 

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