07.07.2017, 11:52 Uhr

Bewegung neu erleben: Besuch des Kosmotorik-Parks in Traunkirchen

Schülerinnen und Schüler der 5. Klassen des BG/BRG Rohrbach besuchten im Rahmen eines Semesterprojektes von Bewegung, Sport und Gesundheit gemeinsam mit ihrer Klassenlehrerin Mag. Elisabeth Mayrhauser und dem Rohrbacher Orthopäden Dr. Christoph Michlmayr den Kosmotorikpark in Traunkirchen. Die Einladung erfolgte durch den akademischen Gesundheitstrainer Stefan Böck, der für die Gründung des Kosmotorikparks verantwortlich ist (kosmotorikpark.at).
Unsere Kinder wachsen heute in einem Umfeld auf, in dem sie nicht genügend Gelegenheit haben, sich zu bewegen. Früher machten Kinder noch ganzheitliche Bewegungserfahrungen beim Spielen in der freien Natur. Diese Erlebniswelt hat sich verändert - Kinder haben diese Reize nicht mehr und sitzen sehr viel vor Computer und Handy. Bewegungsmangel wirkt sich aber nicht nur auf die körperliche, sondern auch auf die kognitive Entwicklung aus. Die intellektuelle Kapazität hängt direkt mit Bewegungsmustern zusammen, die Kinder im Alltag erleben dürfen.
Ziel des Kosmotorik-Bewegungskonzeptes von Stefan Böck ist es, möglichst viele Kinder andauernd in Bewegung zu halten. Deshalb sind sämtliche Bewegungsstationen miteinander verbunden und in Form einer Acht platziert. Nach geordneter Abfolge klettert und balanciert man der liegenden Acht entlang.
Die Bewegungsmuster, die auf diesem Park stattfinden, nutzen vor allem die Polarität: Hindernisse sind einerseits fest und starr, andererseits sind sie aber beweglich. Komplexe Bewegungsmuster sind entscheidend, wie etwa das Hangeln am Kletternetz und an starren Kletterwänden oder der vierfüßige Gang an festen bzw. an beweglichen Hindernissen wie z.B. der Slackline.
Stefan Böck bringt wichtige Argumente für die Errichtung eines Kosmotorikparks am BRG Rohrbach:
• Optimale Voraussetzungen für die motorische Kindesentwicklung und einer optimale Pausengestaltung
• Vollwertiges, sofort einsetzbares Zirkeltraining im Turnunterricht, das zeitraubenden Geräteaufbau erspart und die Übungszeit maximiert
• Vielseitige Bewegungserfahrungen durch komplexe Bewegungsmuster
• Lernen in Bewegung
• Geforderte tägliche Turnstunde wird verwirklicht
„10 bis 15 Minuten täglich üben – eine große Pause reicht aus! Kosten und Nutzen stehen in einem gesunden Verhältnis zueinander“, ist der Experte überzeugt.
Auch der Orthopäde Dr. Christoph Michlmayr ist von der Vielfalt von Kosmotorik Parks überzeugt:
„Die verschiedenen Bewegungsmuster aktivieren in spielerischer Form viele Funktionen am Bewegungsapparat, wie Koordination, Kraft und Ausdauer. Dies gilt nicht nur für Kinder sondern für Menschen jeden Alters.
Gerade der Erhalt der körperlichen Fähigkeiten ist auch im höheren Lebensalter von eminenter Wichtigkeit. Der gesunde Geist in einem gesunden Körper ist nicht nur ein Schlagwort, sondern eine heute wissenschaftlich abgesicherte Tatsache.
Ich kann Stefan Böck nur zu seinem Enthusiasmus und seinem Ideenreichtum gratulieren und bin sehr erfreut, ihn persönlich zu kennen“.
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