20.11.2017, 15:11 Uhr

Mit einem Vergelt's Gott in die Winterpause

Die freiwilligen Helfer bei der Kirchensanierung sind wichtig, damit das Projekt gestemmt werden kann. (Foto: Foto: Karl Niedersüß)

Kirchensanierung läuft voll im Plan – Pfarrer dankt für Spenden und hofft, dass noch viele dazukommen.

ROHRBACH-BERG. Zufrieden kann Pfarrer Alfred Höfler auf die bisherigen Arbeiten zurückblicken. "Der Kirchturm ist wieder dicht und wird mit Kupferblech und Schieferschindln gedeckt", berichtet Höfler. Gedanklich sind er und sein Renovierungsteam schon einen Schritt weiter: 2018 steht das Kirchendach an. Es soll neu eingedeckt und die Statik des Gebäudes überprüft werden. "Außerdem wollen wir noch die Kirchenmauer rundherum trockenlegen und gegen Feuchtigkeit abschirmen", erklärt der Pfarrer. Er bedankt sich recht herzlich bei allen, die bisher gespendet haben und auch bei der großen Bereitschaft, als Arbeitskraft mitzuhelfen. Oder den Holzspenden, die bereits verarbeitet wurden.

1 Million sammeln

Die Herausforderung liegt nicht nur in den baulichen sondern vor allem in den finanziellen Belangen. Vier Millionen kostet die gesamte Sanierung, die in vier Etappen durchgeführt werden soll. Eine Million Euro muss die Pfarre selber aufbringen. "Das geht nur gemeinsam", sagt der Pfarrer, der im Februar eine Haussammlung durchführen möchte. Er rechnet vor: Bei knapp 2.500 Haushalten müsste jeder Haushalt etwa 300 bis 400 Euro auf drei Jahre beitragen. Wenn wir alle zusammenhelfen, wär's nicht so schlimm", sagt er.

Abgestimmtes Projekt

Froh ist er, dass es vom Bundesdenkmalamt grünes Licht gibt – auch für die weiteren Schritte 2018 und 2019. "Alle öffentlichen Stellen stehen hinter dem Großprojekt und haben dementsprechende Förderungen zugesagt." So zum Beispiel das Bundeskanzleramt. Erst kürzlich ist dem Pfarrer die Förderzusage für 100.000 Euro ins Haus geflattert. Dank der guten Planung mit Baukoordinator Alois Lindorfer kann es sogar sein, dass die Generalsanierung schneller als geplant durchgezogen werden kann. "Wenn alles zusammenspielt, dann könnten wir in fünf bis sechs Jahren mit der Generalsanierung fertig sein", sagt Höfler.

Spenden sind steuerlich absetzbar

Spendenkonten sind bei der Sparkasse und Raiffeisenbank Rohrbach eingerichtet. Dort liegen auch Zahlscheine des Bundesdenkmalamtes auf, mit denen die Spende steuerlich absetzbar wird. Achtung: Nur mit diesen Zahlscheinen, wo man das Geburtsdatum eintragen muss, kann jeder die Spenden absetzen. Alle Spenden, die heuer noch eingehen, werden schon im Steuerausgleich Jänner 2018 berücksichtigt.

Zur Sache:

Steuerliche Absetzbarkeit von Spenden bedeutet, dass das Finanzamt einen Teil der Spenden zurückbezahlt. Ein Beispiel: Wenn jemand 500 Euro spendet und 40 Prozent Lohnsteier bezahlt, werden automatisch vom Finanzamt 200 Euro zurückbezahlt.

Die bisherigen Berichte der BezirksRundschau zur Kirchensanierung:
Kirchenrenovierung steht in Rohrbach-Berg dringend an
Die Kirchenrenovierung startet
Kirchenrenovierung startet zwei Wochen später
Jetzt rücken die Kirchensanierer an
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