15.11.2016, 10:25 Uhr

"Möchte nächstes Mal gewinnen"

Elisabeth Haslinger, Helga Küblböck, Elisabeth Scharinger, Thomas Hinterreiter vom Team AWS2 holten sich den Titel bei den Stocksport-Landesmeisterschaften der Behinderten.

Stocksportlandesmeisterschaft der Behinderten: Zwei Landes- und ein Vizelandesmeistertitel für die Arcus-Sportler.

SARLEINSBACH (gawe). Eifriges Training und ein großer Einsatz der ehrenamtlichen Übungsleiter tragen Früchte: Bei der Landesmeisterschaft im Stocksport konnten die Arcus-Sportler groß aufzeigen. 14 teilnehmende Mannschaften erzwangen eine Aufteilung in zwei Gruppen in der Vorrunde. Gruppensieger in der Gruppe eins war die Mannschaft AWS 1 (Ameisberg Werkstätte eins).

Duell um den Sieg

Treffsicher zeigten sich auch die Schützen der Mannschaft AWS zwei: sie holten sich den Gruppensieg in der zweiten Gruppe. So standen sich im Kampf um den Landesmeistertitel die beiden Mannschaften der AWS im Finale gegenüber. Dieses Duell entschied die AWS 2 mit Elisabeth Haslinger, Elisabeth Scharinger, Helga Küblböck, Thomas Hintringer, Christian Jetschgo und Wilhelm Heindl ganz klar für sich. Die „unterlegenen“ Sportler durften sich aber über den Vizelandesmeistertitel freuen. Der Landesmeistertitel der Amputierten wurde heuer das erste Mal ausgespielt. Ebenfalls ein Fall für die Mannschaft aus Sarleinsbach, die den Titel vor den beiden Mannschaften der Chemie Linz für sich holte.

Freude am Sport

Ihre Begeisterung für den Sport brachten die Athleten auch zum Ausdruck. Elisabeth Haslinger: „Wir unternehmen etwas in der Gemeinschaft. Sport ist gesund. Es ist schön, wenn man am Stockerl steht, aber man kann's nicht erzwingen.“ Helga Küblböck: „Das Stockschießen macht mir Spaß, weil wir so gut waren. Es ist eine Abwechslung und man kommt zu anderen Leuten. Elisabeth Scharinger: „Die gute Gemeinschaft ist wichtig. Es freut mich, dass wir gewonnen haben. Ich möchte das nächste Mal auch gewinnen. Fairness ist wichtig: wir lachen nicht, wenn andere nicht treffen.“ Thomas Hinterreiter sagt: „Sport ist wichtig, dass wir fit und gesund bleiben und es gibt dabei viel zu lachen.“ Betreuer und „Vater des Sports im Arcus“ ist Alois Hehenberger: „Für Menschen mit Beeinträchtigung hat Sport eine große Bedeutung. Es geht bei den Wettkämpfen weniger um Siege, sondern mehr ums Dabei-Sein und um das Gemeinschaftserlebnis – gewinnen ist aber auch nicht schlecht. Das Zusammentreffen der Sporttreibenden aus verschiedenen Behinderteneinrichtungen ist immer ein großartiges Gemeinschaftserlebnis.“

Sport schafft Perspektiven

Der Coach weiter: „Für den Trainer ist jeder Wettbewerb, bei dem man so halbwegs im Vorderfeld landet, eine große Bestätigung seiner Arbeit." Sportliche Aktivität bedeutet Freiheit und ist eine Bereicherung fürs Leben. "Sport und Bewegung haben einen wesentlichen Einfluss auf das körperliche und seelische Wohlbefinden von behinderten Menschen", sagt Hehenberger. "Sport kann eine entscheidende Stütze sein, Einschränkungen zu akzeptieren und daraus neue Fähigkeiten zu entwickeln."

Fotos: gawe
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