Karl Merkatz und der Heilige Franziskus - Benefizlesung in der Franziskanerkirche für die Sanierung des Kirchturms

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Der Franziskanerorden Salzburg veranstaltete heute am Freitag, den 5. Juli 2019 eine Benefiz-Lesung mit dem international bekannten Theater- und Filmschauspieler Karl Merkatz zu Gunsten der Sanierung des Turmes der Franziskanerkirche.
Zu Beginn wurde der „Sonnengesang“, ein Gebet welches Franz von Assisi im 13. Jahrhundert verfasste, dargeboten. Es preist die Schönheit der Schöpfung und dankt Gott dafür. Darauf folgend las Karl Merkatz Texte von Franz Jägerstätter, Edith Stein und Dietrich Bonhoeffer. Für die musikalische Untermalung sorgten Pt Johannes Schneider, Pt Thomas Hrastnik, Alexandra Seywald, Violine und Bernhard Gfrerer, Orgel.
Der mehrfach ausgezeichnete Künstler Karl Merkatz war prädestiniert für diese Autoren, da er doch selbst das Thema Widerstand im Dritten Reich persönlich erlebt hatte.
Der österreichische Landwirt Franz Jägerstätter wurde als Kriegsdienstverweigerer im Zweiten Weltkrieg wegen „Wehrkraftzersetzung“ zum Tode verurteilt und hingerichtet. Jägerstätter wird seit 2007 in der römisch-katholischen Kirche als Seliger verehrt. Edith Stein war eine deutsche Philosophin und Frauenrechtlerin jüdischer Herkunft. Der Theologe Dietrich Bonhoeffer wiederum war profilierter Vertreter der Bekennenden Kirche und am deutschen Widerstand gegen den Nationalsozialismus beteiligt.
Merkatz, der sich schon immer für soziale Anliegen und Projekte einsetzte, fühlt sich Salzburg sehr verbunden, studierte er doch am Mozarteum und lebte lange Zeit mit seiner Gattin in der Salzachstadt. Er spielte am Salzburger Landestheater. Bei den Salzburger Festspielen 2005 wirkte er beim Jedermann mit.
Last but noch least war Gott sei Dank der zum Nachdenken anregenden Veranstaltung ein großer Erfolg beschieden. Viele Spender ließen sich nicht lumpen, um ihr Scherflein für die Turmsanierung beizutragen. Die Franziskanerkirche ist eine der ältesten Kirchen in der Altstadt von Salzburg, und gehört zum Franziskanerorden. Der Kirchturm überragt seit 520 Jahren die Stadt. Wie ein Fingerzeig Gottes weist er zum Himmel. Regen, Sturm und der Zahn der Zeit haben ihm aber sehr stark zugesetzt. Er muss einer Generalsanierung mit sehr hohen Kosten unterzogen werden.
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