Wenn die Kinderaugen leuchten

Walter Mumper in seinem Element
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SALZBURG/KOPPL (lin). Man muss Glück haben, wenn man einen Nikoilaus wie ihn zu Hause empfangen will. Denn Walter Mumper nimmt sich Zeit. Der 54-jährige Angestellte besucht nicht mehr als vier, höchstens fünf Familien pro Tag in Koppl und Salzburg. Und es sind nur zwei Tage im Jahr, an dem der Mann mit weißem Bart Berechtigung und Sinn hat, und zwar am 5. und 6. Dezember.

Streng sein ohne Angst machen

„Ich gehe auf jedes Kind ein und merke mir die Hinweise der Eltern, aber ich lese ihre mahnenden Zettel anders. Denn Lernschwächen ausgleichen oder zum Aufräume des Zimmers zu animieren, ist nicht meine Aufgabe. Erziehen müssen die Eltern. Ich will einen echten Brauch vermitteln eine liebevolle Tradition an die junge Generation weiterreichen“, sagt der Gründer der Koppler Brauchtumsgruppe. Von 1986 bis 2013 war er der Obmann, jetzt mach sein Sohn den Job.

Und der Krampus?

„Den lass ich meistens draußen, der darf auf der Terrasse poltern, muss meinen Sack targen und mich beschützen“, sagt unser Nikolo. „Ich selbst habe mich als Kind vor dem heiligen Mann mehr gefürchtet als vor dem Krampus. Denn der wird mich schon nicht umbringen, aber der Nilolaus weiß alles über mich“, sagt der Mann, der die eigenen Kinder ab dem zarten Alter von drei Jahre auf der Bucklkraxn mit genommen hat auf seine Nikologänge in die Wohnzimmer in Stadt und Land. „Dort erlebe ich Respekt und Achtung. Man bereitet sich auf meinen Besuch vor, es brennen die Kerzen, oft wird musiziert, und meistens ist die Atmosphäre würdevoll und angeregt. Aber das Schönste ist - und deswegen gehe ich seit 32 Jahren als Nikolaus – das Schönste sind die leuchtenden Kinderaugen.

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