Stadt startet Radfahr-Offensive

Carina und Sabrina sind gerne mit dem Fahrrad unterwegs, wie hier beim Radfrühling
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  • hochgeladen von Lisa Gold

SALZBURG (lg). Die Stadt Salzburg will verstärkt in den Radverkehr investieren. Das Budget dafür soll ab 2018 von einer Million Euro auf zwei verdoppelt werden. Auch die Anzahl der Mitarbeiter im Magistrat wird erhöht. Das alles ist Teil der „Radverkehrsstrategie 2025+", deren Ziel eine Steigerung des Radanteils in der Stadt Salzburg ist. Konkret sollen dadurch täglich bis zu 20.000 Autofahrten weniger sein.
"Der Radverkehr hat das Potenzial, unser gesamtes Verkehrssystem und die Umwelt zu entlasten. Deshalb brauchen wir dringend zusätzliche Impulse und Investitionen, damit das hohe, aber stagnierende Niveau merkbar gesteigert werden kann“, sagt Bürgerlisten-Stadtrat Johann Padutsch. Für Baustadträtin Barbara Unterkofler (Neos) wird dadurch ein wichtiger Beitrag zur Erreichung der Smart City-Ziele geleistet.

Vorbild ist Holland

Aktuell werden rund 100.000 Wege pro Tag in der Stadt Salzburg mit dem Fahrrad zurückgelegt. Das entspricht einem Anteil von 20 Prozent am Modal-Split. Für 45 Prozent der Strecken wird das Auto benutzt. 15 Prozent der Wege werden mit Öffis zurückgelegt und 20 Prozent zu Fuß. Angesichts optimaler Voraussetzungen für das Radfahren (kurze Distanzen, kaum Steigungen, Entfernung vom Zentrum an die Stadtgrenze nur fünf Kilometer) wären prinzipiell, wie in diversen Vorbild-Städten, Radfahranteile von 30 bis 40 Prozent drinnen. "Wenn ich etwa an Holland denke, ist da doch noch einiges drinnen. Daher startet die Stadt nun eine Offensive, die garantiert mehr Menschen aufs Rad bringen wird", ergänzt Bürgermeister Heinz Schaden (SPÖ).

Leihradsystem und Optimierung des Winterdienstes

Konkret will die Stadt bis 2025 den Ausbau eines sicheren und komfortablen Hauptradwege-Netzes samt Optimierung des Winterdienstes forcieren, das Leihradsystem „S-Bike“ einführen, den Premiumradwegs ins Salzburger Umland nach Freilassing mit neuer Brücke über die Saalach umsetzen, den österreichischen „Radgipfels 2018“, die größten Fahrradkonferenz, veranstalten und mehr Öffentlichkeitsarbeot für Radfahrer leisten.

Der erste Beschluss des vorliegenden Amtsberichts, der gemeinsam von Schaden, Padutsch und Unterkofler verfasst wurde, wird im Planungsausschuss erfolgen. Endgültig beschlossen wird er dann im Gemeinderat.

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