18.06.2017, 11:37 Uhr

"Die Hormone fahren Achterbahn"

Primar Klaus Emmanuel, OA Rupert Rettenbacher und OÄ Selina Buchner mit Moderatorin Angelika Pehab. (Foto: Sabine Bernetstätter)

Chirurgische Therapien von Schilddrüse und Nebenschilddrüse wurden beim MINI MED Vortrag erläutert.

SALZBURG (ap). Wenn man sich müde und antriebslos fühlt, ständig hungrig ist, unter Herzrasen und Schweißausbrüchen leidet oder sein Gewicht nur schwer kontrollieren kann – all diese Symptome können durch die Überproduktion oder Unterproduktion der schilddrüseneigenen Hormone hervorgerufen werden und die Lebensqualität deutlich mindern.

Jeder Zweite ist betroffen

Darüber, aber auch über Behandlungsmöglichkeiten bis hin zur chirurgischen Therapie der Schilddrüse und Nebenschilddrüse referierte OA Rupert Rettenbacher – er ist Facharzt für Allgemein- und Viszeralchirurgie am Uniklinikum Salzburg– im Rahmen des Mini Med Studiums im Hotel Heffterhof. Unterstützt wurde er von Klaus Emmanuel, Primar der Chirurgie sowie von OÄ Selina Buchner. "Fast die Hälfte der Österreicher – dabei Frauen häufiger als Männer – leiden an einer Erkrankung der Schilddrüse. In 90 Prozent der Fälle handelt es sich um gutartige Erkrankungen", weiß OA Rettenbacher. Eine Vergrößerung der Schilddrüse – Struma genannt – ist meistens gutartig. Oft liegen bei einer Struma auch Knoten in der Schilddrüse vor, welche aber nur in seltensten Fällen bösartig sind. Mit Ultraschall und Szintigraphie kann dann untersucht werden, um welche Art von Knoten es sich handelt.

Spezialisten an einem Ort

"Die großen Vorteile für Patienten des Uniklinikums Salzburg liegen an der guten Diagnostik mittels Nuklearmedizin, an hochtechnologischen Verfahren – beispielsweise verfügen wir über ein Gerät, das den Stimmbandnerv während der Operation kontrolliert – sowie an der unmittelbaren Nähe zum Labor für Pathologie", betont Primar Emmanuel. So kann während des Eingriffes schon bestimmt werden, ob ein Knoten gut- oder bösartig ist und die Operation beendet oder dementsprechend fortgeführt werden. Für den Patienten bleibt am Ende eine kleine, nach wenigen Monaten kaum sichtbare Narbe. "Bei uns sind alle Spezialisten an einem Ort und bei jedem Eingriff ist eine Oberärztin oder ein Oberarzt dabei", so Emmanuel. "Die Chirurgie der Schilddrüse und Nebenschilddrüse ist eine sichere und meist komplikationslose Maßnahme. Und eben in vielen Fällen die definitive Therapie.", so Rettenbacher abschließend.
Mehr Infos unter http://www.gesund.at/minimed

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