29.10.2017, 18:46 Uhr

Kitesurfer am Wallersee wollte Sturmtief "Herwart" die Stirn bieten – Wasserrettung und Feuerwehren im Einsatz

Mittags wurde die Wasserrettung wegen eines Kitesurfers am Wallersee alarmiert. (Foto: Wasserrettung Salzburg)

Bis Sonntagnachmittag waren 68 Feuerwehren im gesamten Bundesland mit rund 1.600 Mann im Einsatz, um in mehr als 400 Einsätzen Sturmschäden zu beseitigen.

Obwohl es für Sonntag eine Sturmwarnung samt Empfehlung, unnötige Aufenthalte im Freien zu vermeiden gab, schlug ein Kitesurfer gegen mittags am Wallersee alle Warnungen buchstäblich in den Wind. Zeugen hatten beobachtet, wie der Mann gegen Sturm und Wellen ankämpfte und alarmierten die Wasserrettung. Eine Bootsbesatzung rückte von Seekirchen aus in Richtung Fenningerspitz (Henndorf) aus. Beim Eintreffen der Rettungskräfte hatte sich der Kitesurfer unverletzt selbst ans Ufer gerettet.

Auch die Wasserrettung Mattsee wurde alarmiert. Bei einer Sturmgeschwindigkeit von 120 Stundenkilometern galt es eine Bootsbergung durchzuführen. Verletzt wurde dabei niemand.

Bis Sonntagnachmittag waren 68 Feuerwehren im gesamten Bundesland mit rund 1.600 Mann im Einsatz, um in mehr als 400 Einsätzen Sturmschäden zu beseitigen. Die Hauptaufgabe bestand darin, umgestürtzte Bäume zu entfernen.

Zahlreiche Windwürfe im Süden der Landeshauptstadt

In der Stadt Salzburg waren die Feuerwehren mit 100 Mann (je die Hälfte von Freiwilliger und Berufsfeuerwehr) seit den frühen Morgenstunden im Einsatz. Ein Schwerpunkt der Windwürfe war im Süden der Stadt, berichtet BF-Kommandant Reinhold Ortler. In Gneis, der Josefiau, beim Akademischen Gymnasium und an der Moosstraße mussten geknickte Bäume gesichert und entfernt werden. An der Moosstraße wurden überdies Telefon- und Stromleitungen beschädigt.

Baum stürzte auf Auto

Dazu kommen die "üblichen" Sturmschäden an Plakatwänden, Baustellen-Abplankungen und Kaminabdeckungen. In Leopoldskron stürzte ein Baum auf ein – gottlob unbesetztes – Auto. Im Bereich des Kommunalfriedhofs wurden drei Bäume geknickt. "Insofern war unsere Vorsichtsmaßnahme der Friedhofssperre höchst notwendig und sinnvoll", betonte Vizebürgermeister Harry Preuner. Die Friedhöfe und der Hellbrunner Park blieben sonntags geschlossen. Am Montag sollten die Anlagen aber wieder wie gewohnt zugänglich sein.

140 Stundenkilometer Windgeschwindigkeit auf der Rudolfshütte

Spitzenböen erreichte Sturmtief "Herwart" unter anderem in Abtenau, wo er mit mittags Windgeschwidnigkeiten von 108 Stundenkilometer erreichte. In der Landeshauptstadt waren es 100 Stundenkilometer. Noch stärker war "Herwart" im Gebirge: Auf der Rudolfshütte wurde eine Windgeschwindigkeit von 140 Stundenkilometer gemessen, auf der Loferer Alm 126 Stundenkilometer und am Sonnblick 122 Stundenkilometer.

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