18.11.2016, 11:11 Uhr

Schüler des Akademischen Gymnasiums wurden mit dem Kinderrechtspreis ausgezeichnet

Mit ihrem Filmprojekt „Keine Diskriminierung!“ hat die 3B Klasse des Akademischen Gymnasiums den Salzburger Kinderrechtspreis 2016 in der Kategorie „Kindergärten und Schulen“ gewonnen. (Foto: KiJa)

Unter den Preisträger sind auch "Rainbows" und eine Salzburger Familie, die sich für Flüchtlingskinder einsetzt

Der Salzburger Kinderrechtspreis in der Katgegorie "Kindergärten und Schulen" ging an die 3B des Akademischen Gymnasiums in Salzburg. In ihren Kurzfilmen zeigen die Zwölfjährigen, wo Diskriminierung im Alltag von Kindern und Jugendlichen vorkommt und wie sie dagegen kämpfen. Die Drehbücher stammen aus der Erfahrungswelt der Kinder. In der Produktion der Filme haben sie alle Rollen und Funktionen wie Regie, Kamera und Schnitt selbst übernommen. Unterstützt wurden sie dabei von der Filmemacherin Nicole Baïer und ihrer Lehrerin Christine Kobler-Viertlmayr.

Gelegenheit, die Filme zu sehen, gibt es am Tag der offenen Tür: Die prämierten Filme werden am 16. Dezember im Akademischen Gymnasium gezeigt. Einen passenden Rahmen dafür bietet das neue einladende Schulgebäude am Rainberg. Viele weitere interessante Lernaktivitäten und Projekte des Gymnasiums, das im nächsten Jahr sein 400-jähriges Bestehen feiert, warten am Tag der offenen Tür auf interessierte Jugendliche und Eltern.

Auszeichnung für Rainbows und eine Salzburger Familie

Ebenfalls mit dem Salzburger Kinderrechtspreis ausgezeichnet wurden der Verein Rainbows (Kategorie Institutionen und Vereine), der Kinder und Jugendliche in betreuten Wohngemeinschaften dabei unterstützt, den Kontakt zu beiden Elternteilen aufrecht zu halten sowie Familie Leitinger (Kategorie Flucht und Ankommen), die sich seit dem Sommer 2015 mit viel Herz und Engagement gezielt für Flüchtlingskinder einsetzt.

Die zweiten Plätze


Auf den 2. Platz in der Kategorie Institutionen und Vereine schaffte es das Präventionsbuch „Mein unsichtbarer Gartenzaun“ von Michaela Datscher. In kindergerechter Sprache werden darin Themen wie zum Beispiel „Angenehme und unangenehme Berührungen“, „Hilfe holen“ und „Nein sagen“ vermittelt.

Das Projekt „Kinderparlament“ der ZIS Tamsweg und der Lungauer Kulturvereinigung gewann den 2. Platz bei "Kindergärten und Schulen". Kinder sollten durch das Projekt an der Gestaltung ihrer Umwelt beteiligt werden und demokratische Prozesse live erfahren können.

Der 2. Platz in der Kategorie "Flucht und Ankommen" ging an das Projekt „Kinder auf der Flucht“. Unter der Koordination der Salzburger PfadfinderInnen reagierten die Mitglieder des Salzburger Landesjugendbeirates - Salzburger PfadfinderInnen, Verein Spektrum, Salzburger Kinderfreunde und das Jugendrotkreuz - gemeinsam rasch auf den großen Zustrom an Flüchtlingen im letzten Sommer. Seit September 2015 fanden daher rund 5.000 Kinder und Jugendliche, in der jeweiligen „Childrens´s area“ in der Bahnhofsgarage, im ehemaligen Bauhof der Asfinag und an der Grenze zu Freilassing, täglich ein buntes Spielangebot vor.

Sonderpreise für langjähriges Engagement

Das Team des Kinderrechtspreises entschied sich heuer erstmals, zwei Sonderpreise für langjähriges Engagement zu vergeben. Die Gewinner sind die Projekte „Schule bietet Zukunft“ des Vereins „Kinder haben Zukunft“ und „Freizeitprogramme für junge Menschen mit Beeinträchtigung" des Vereins Active. „Schule bietet Zukunft“ hilft Kindern aus armen Familien schnell und unbürokratisch durch Zuschüsse für schulische Ausgaben wie zum Beispiel Taschenrechner, Nachhilfekurse etc. Das Projekt „Freizeitprogramme für junge Menschen mit Beeinträchtigung“ bietet beeinträchtigten Kindern und Jugendlichen ausgedehnte Freizeitprogramme in Form von Tagesausflügen, betreuten Wochenenden und Urlaubsreisen an.
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