10.11.2017, 16:29 Uhr

Mattigtalbahn: Warum nichts weitergeht

Der dreigleisige Ausbau der Achse Steindorf - Neumarkt soll die besten Voraussetzungen schaffen, um den öffentlichen Nahverkehr im Einzugsgebiet Neumarkt und Straßwalchen attraktiver machen. Dabei soll Neumarkt-Köstendorf die Verkehrsdrehscheibe im Flachgau werden. (Foto: Grafik: ÖBB)
Pläne, die Mattigtalbahn – eine einspurige Verbindung von Steindorf bei Straßwalchen bis nach Braunau –  auszubauen und zu elektrifizieren, gibt es bereits seit längerem. Nur geht dort so gut wie nichts weiter. "Von Neumarkt bis Steindorf bei Straßwalchen muss die Bahnstrecke dreigleisig ausgebaut werden, damit die Mattigtalbahn gut in den bestehenden Taktverkehr auf der Strecke eingegliedert werden kann", so Landesrat Hans Mayr (SBG).

Oberösterreich will nicht mitzahlen

Und genau das ist das Problem, bzw. der Bremsklotz, wie Mayr auf eine mündliche Anfrage von LAbg. Josef Schöchl (ÖVP) im Landtag betonte. Denn: Streckenbetreiber ÖBB betrachtet den Bau des dritten Gleises auf der Strecke Neumarkt bis Steindorf als Ausbau der Mattigtalbahn, das bedeutet, dass dafür auch das Land Oberösterreich zur Kasse gebeten wird. Zwar nur in geringem Ausmaß, aber dennoch gibt es derzeit keine Bereitschaft aus dem Nachbarbundesland, sich finanziell zu beteiligen. "Von den Gesamtkosten für den Ausbau sowie die Elektrifizierung und Modernisierung der Haltestellen im Ausmaß von 76 Millionen Euro übernehmen die ÖBB den Löwenanteil – für das Land Salzburg bleiben 10,8 Millionen Euro, für Oberösterreich wären es 6,4 Millionen Euro", rechnet Mayr vor. Er habe nun LH Wilfried Haslauer gebeten mit seinem oberösterreichischen Amtskollegen Landeshauptmann Thomas Stelzer zu sprechen um einen Konsens herbeizuführen.
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.