Pilgern boomt
Schärdingerinnen erfüllen sich mit Frauenkraftweg einen Lebenstraum
- Ist auch eine Bereicherung für „Schärdings-Schätze“. Davon sind sich die starken Frauen einig – v. r.: Diözesan-Pilgerbeauftragte Andrea Reisinger, Maria Wollersberger, Hermine Hofinger und Elisabeth Seyfried.
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In Schärding wurde ein neuer Frauenkraftweg eröffnet. Damit geht ein langgehegter Lebenstraum zweier Frauen aus dem Bezirk Schärding in Erfüllung.
SCHÄRDING. Maria Wollersberger aus Suben und Hermine Hofinger aus Andorf haben sich einen Lebenstraum erfüllt. Mit viel Engagement und Herzblut entstand der Frauenkraftweg – ein einzigartiger Pilgerweg, der quer durch den Bezirk führt. Zur Auswahl stehen vier Etappen: Von Schärding nach Suben (6,5 Kilometer), von Suben nach Kopfing (30 Kilometer), von Kopfing nach Münzkirchen (25 Kilometer) und von Münzkirchen nach Schärding (25 Kilometer). Der Weg ist allerdings nur in eine Richtung beschildert.
Vier Etappen zur Auswahl
- „Hier geht’s lang“: Maria Wollersberger präsentiert die Markierung des Frauenkraftweges.
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Unter dem Motto „Feiern, Aufbrechen und Pilgern“ wurde kürzlich beim Pilgerrastplatz an der Schärdinger Innlände das Startfest des Frauenkraftweges gefeiert. Gründerin Maria Wollersberger konnte dazu zahlreiche Gäste begrüßen. Ihr besonderer Dank galt dem gesamten Team, den Grundbesitzern entlang der Strecke sowie den Bürgermeistern der beteiligten Gemeinden.
„Es war viel Arbeit – von der Planung und Umsetzung über die Beschilderung und Logos bis hin zu Flyern und Homepage“,
blickte Wollersberger auf die Entstehung des Projekts zurück. Finanziell unterstützt wurde das Projekt auch durch die Leader-Region Sauwald-Pramtal. Die Idee zum Frauenkraftweg ist eng mit einer biblischen Geschichte verbunden. Ähnlich wie die Emmaus-Jünger im Lukasevangelium machten sich die beiden Initiatorinnen auf den Weg. Etwas bewegte sie, in ihren Herzen „brannte“ es – und aus dieser inneren Motivation entwickelte sich Schritt für Schritt die Idee für den Frauenkraftweg. Zur Eröffnung kam auch Andrea Reisinger, Pilgerbeauftragte der Diözese Linz, nach Schärding. Als erfahrene Pilgerin weiß sie um die besondere Wirkung des Unterwegsseins.
- „Feiern, Aufbrechen und Pilgern“: Mitbegründerin und Sprecherin des Vereins Frauenkraftweges Maria Wollersberger bei der Begrüßung.
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„Auf den ersten Blick mag der Pilgerboom, den wir seit einigen Jahren feststellen, überraschen. Wir leben in einer Zeit, in der nahezu alles schnell, bequem und planbar sein soll“, erklärte Reisinger.
Gerade deshalb könne Pilgern einen Gegenpol zum modernen Alltag bilden. Auf dem Pilgerweg könne vieles wieder auf das Wesentliche reduziert werden. „Die Menschen von heute leben in einer Welt des Überangebots. Doch auf dem Pilgerweg genügt oft das Wesentliche, das Einfache“, so Reisinger. Eine besondere Bedeutung habe beim Pilgern auch die Natur. „Christlich gesprochen begegnen wir in der Schöpfung dem Schöpfer“, sagte die Pilgerbeauftragte. Zum Abschluss fand Reisinger lobende Worte für die beiden Initiatorinnen und das gesamte Projekt: „Starke Frauen haben einen Weg nicht nur für Frauen geschaffen – aber einen Weg, der uns zeigt, wie bereichernd es ist, wenn jemand seine Vision tatkräftig umsetzt.“
Auch Pilgerverein wächst
- Stadtpfarrer Edi Bachleitner bei der Segnung des neuen spirituellen Wanderweges.
- Foto: Franz Gruber
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Stadtpfarrer Eduard Bachleitner nahm die Segnung des Frauenkraftweges vor. Auch der Verein Frauenkraftweg, der hinter dem Projekt steht, wächst: Derzeit gehören ihm 20 Frauen und ein Mann an. Weitere Mitglieder von „drent & herent“ sind herzlich willkommen. Zudem bietet der Verein eine Pilgerbegleitung an. Weitere Informationen zum Frauenkraftweg, zu den Etappen und Angeboten gibt's hier
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