Regionalitätspreis 2026
Wagyu-Rinder und Bauhof-Trio sind dabei
- Unter dem Namen "Inn-Wagyu" starteten der Rainbacher Niklas Goldberger und Partnerin Miriam Zauner eine Wagyu-Rinderzucht.
- Foto: Lumos Porträt
- hochgeladen von Judith Kunde
Gemeindeverband Wirtschaftshof Andorf-Mayrhof-Sigharting & Inn-Wagyu machen bei Regionalitätspreis mit.
BEZIRK. Die drei Gemeinden Andorf, Mayrhof und Sigharting gehen mit einem ganz aktuellen Paradebeispiel der interkommunalen Zusammenarbeit für den Regionalitätspreis ins Rennen. Nach intensiven Vorbereitungen wurde der Gemeindeverband Regio³ Wirtschaftshof Andorf-Mayrhof-Sigharting gegründet. Ziel ist die gemeinsame und effizientere Erfüllung der Bauhofaufgaben der beteiligten Gemeinden. Dafür soll ein neuer, gemeinsamer Bauhof errichtet werden. Als Standort wurde aufgrund der zentralen Lage und guten Verkehrsanbindung das Grundstück "Am Burgstall 2" in Andorf auserkoren.
Zukünftige Aufgaben gemeinsam bewältigen
„Der gemeinsame Bauhof ermöglicht uns, die vorhandenen Mittel zu bündeln, Fachkräfte für unsere Gemeinden zu sichern und die zukünftigen Aufgaben gemeinsam zu bewältigen“, betont Roman Grübler, Bürgermeister von Mayrhof. Sighartings Ortschefin Martina Schlöglmann ergänzt: „Kooperationsprojekte sind speziell für kleinere Gemeinden wichtig. Die Gespräche sind sehr harmonisch und auf Augenhöhe verlaufen. So sind wir gut gerüstet für die Aufgaben, die auf uns zukommen.“ Auch Andorfs Ortschef Karl Buchinger spricht von einem Zukunftsprojekt: "Die Zusammenarbeit zwischen den Gemeinden gewinnt an Bedeutung, um den Qualitätsanforderungen gerecht zu werden, aber auch um Kosten und Ressourcen zu sparen." Im nächsten Schritt des Projekts wird per Ausschreibung ein Totalübernehmer für den Neubau des Bauhofs gesucht.
Neue Wege in der Landwirtschaft
In der Kategorie Landwirtschaft bewirbt sich "Inn-Wagyu" für den Regionalitätspreis. Dahinter verbergen sich Niklas Goldberger und seine Partnerin Miriam Zauner, die in Rainbach im Innkreis seit kurzem Wagyu-Rinder züchten. Die 14 reinrassige Tiere umfassende Herde befindet sich derzeit im Aufbau: "Die Idee zur Wagyu-Zucht entstand aus dem Wunsch, unseren ehemaligen Milchviehbetrieb neu auszurichten und einen eigenen Weg einzuschlagen. Auf der Suche nach einer nachhaltigen Alternative mit Direktvermarktung sind wir auf die Mutterkuhhaltung und schließlich auf die Rasse Wagyu gestoßen", erzählt Goldberger.
Mutter-Kuh-Haltung und Schlachtung am Hof
"Die außergewöhnliche Fleischqualität und die Philosophie hinter dieser besonderen Rinderrasse haben uns von Anfang an begeistert. Heute wachsen unsere Tiere in Mutterkuhhaltung mit viel Weidegang auf. Eine stressfreie Aufzucht, sorgfältig ausgewählte Genetik, kurze Wege und die Hofschlachtung bilden die Grundlage für außergewöhnlich zartes und fein marmoriertes Wagyu-Fleisch."
Ziel sei es, die gesamte Wertschöpfung von der Zucht über Aufzucht bis zur Direktvermarktung am Hof zu vereinen. "Mit Hofführungen, Verkostungen und Ab-Hof-Verkäufen möchten wir zeigen, wie moderne, verantwortungsvolle Landwirtschaft heute aussehen kann. Landwirtschaft bedeutet für uns weit mehr als die Erzeugung hochwertiger Lebensmittel. Sie ist Leidenschaft, Verantwortung und tägliche Arbeit mit der Natur und unseren Tieren."
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