09.02.2017, 13:39 Uhr

Öl-Einsätze: Jetzt sind die Donau-Wehren gerüstet

FF Vichtenstein im Übungseinsatz: Meist lösen bei Niedrigwasser aufgefahrene Tanker Öl-Einsätze aus. (Foto: Martin Fesel)

Was lange währt wird endlich gut: Seit Jahren ringt die FF Vichtenstein mit Platznot in ihrem Bootshaus in Kasten. Mitte April soll der neue Bezirks-Ölwehrstützpunkt fertig sein.

VICHTENSTEIN (ska). Zeitgleich mit dem Katastrophenschutzlager in Schärding, nimmt nun auch der Ölwehrstützpunkt in Kasten Formen an. Das Bootshaus direkt an der Donau wurde in den vergangenen Monaten modernisiert. Künftig dient es als Katastrophenstützpunkt für Öl für den gesamten Bezirk Schärding – und "versorgt" als solcher nicht mehr nur die Donau, sondern auch den Inn im Bezirk.

"Es wird eine neue Herausforderung für unsere Wehren an der Donau", ist Engelhartszell Abschnittsfeuerwehrkommandant Günter Unterholzer überzeugt. Denn: "Die Feuerwehren Pyrawang, Vichtenstein, Engelhartszell und Wesenufer helfen nun auch mit, wenn sie am Inn gebraucht werden", erklärt er. Im Ölwehrstützpunkt untergebracht sind rund 400 Meter Ölsperren für Öleinsätze im Wasser, ein Arbeitsboot, um diese zu transportieren, ein Feuerwehrrettungsboot und ein Lastfahrzeug. "Zuvor waren Ölsperren auch in Schärding gelagert. Jetzt ist alles an einem Standort", berichtet Unterholzer. Und warum dieser Schritt? "Um die Schlagkraft zu erhöhen und alles auf dem neuesten Stand der Technik zu halten", sagt er. Der Standort habe sich angeboten, weil Kasten laut Unterholzer als einzige Ortschaft zwischen Jochenstein und Schlögen "Flut-sicher" ist. Aufgrund des Kraftwerks herrsche im Hochwasserfall oft auch sogar Niedrigwasser im Bereich des Bootshauses.

Die Kosten für die Errichtung des Ölwehrstützpunkt übernimmt zur Gänze das Land Oberösterreich, wie Martin Fesel, neuer Amtsleiter in Vichtenstein und Pressewart des Feuerwehrabschnitts Engelhartszell, auf Anfrage mitteilt. Allerdings muss sich um die Betriebskosten die Gemeinde kümmern. "Diese konnten durch das Engagement der Feuerwehrkameraden, etwa durch die Installation einer Wärmepumpe, auf ein Minimum herabgesetzt werden", erklärt er.

Auch ein Sandsacklager, wie in Schärding, soll im neuen Bootshaus untergebracht werden. Dieses wird aber erst 2018 Realität, wie Unterholzer sagt. In Schärding sollen im Katastrophenstützpunkt, der ebenfalls heuer fertig werden soll, bis zu 6000 befüllte und 30.000 unbefüllte Sandsäcke gelagert werden.
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