Naturnachtgebiet
"Im Dunkeln ist gut Munkeln" im Bezirk Scheibbs
- In seiner privaten Sternwarte in Puchenstuben blickt Hobbyastronom Franz Klauser in die Sterne.
- Foto: Roland Mayr
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In der Region soll bald die Kernzone des größten zusammenhängenden Naturnachtgebiets der Ostalpen entstehen.
BEZIRK SCHEIBBS. In unserer Region verfügen wir über ein ganz besonderes Privileg, das nur noch ein Prozent aller Europäer genießen dürfen. Man hat bei uns in klaren Nächten nämlich nach wie vor einen freien Ausblick auf die Milchstraße.
Das größte Naturnachtgebiet
Um diese Einzigartigkeit auch für künftige Generationen erhalten zu können, soll nun bald das größte Naturnachtgebiet der Ostalpen in unseren Gefilden entstehen.
"Wir arbeiten derzeit an der Umsetzung, die Zertifizierung soll bereits im März erfolgen. Insgesamt liegen 22 Gemeinden im Dreiländereck Niederösterreich, Oberösterreich und Steiermark im geplanten Schutzgebiet", informiert Projektleiterin Katja Weirer vom Naturpark Ötscher-Tormäuer.
- Bei vollkommener Finsternis sind am Nachthimmel über Puchenstuben sogar Planeten zu sehen.
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Zuletzt beteiligte sich die Marktgemeinde Gaming an dem Projekt, um möglichst wenig Lichtverschmutzung in dem Gebiet zu erzeugen, das sich vom Ötscherland über die Kalkalpen erstrecken soll.
Umstellen der Straßenlaternen
"Wir haben im Gemeindegebiet alle Straßenlaternen auf LED-Beleuchtung umgestellt. Es sollen künftig nur noch jene Bereiche ausgeleuchtet werden, die auch notwendig sind, also beispielsweise ein Gehweg, aber auf keinen Fall die daneben befindlichen Stauden", gibt der Gaminger Ortschef, Andreas Fallmann, Auskunft.
Weiters wäre es laut Experten wichtig, dass Straßenlaternen möglichst im roten Lichtspektrum leuchten würden und private Haus- und Gartenbesitzer Bewegungsmelder verwenden sollten.
- In seiner privaten Sternwarte in Puchenstuben blickt Hobbyastronom Franz Klauser in die Sterne.
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Bergdorf mit echter Finsternis
Wer sich schon sehr früh mit der Lichtverschmutzung auseinandergesetzt hat, ist der Hobbyastronom Franz Klauser, der bereits vor Jahrzehnten in Puchenstuben den optimalen Standort für seine private Sternwarte gefunden hat.
"Aufgrund der kaum vorhandenen Lichtverschmutzung kann man in Puchenstuben wirklich noch Tausende von Sternen am Nachhimmel erblicken. Zurzeit kann man sogar einige Planeten wie Mars oder Jupiter erspähen. Wenn man weiß, wo sie sich befinden, kann man sie sogar mit freiem Auge sehen", so Franz Klauser.
Ein echter Segen für die Tierwelt
Aber auch Flora und Fauna profitieren stark von der Dunkelheit.
"Viele Pflanzen und Tiere werden in ihrer Nachtruhe von der Lichtverschmutzung gestört. Aber auch bei uns Menschen wirken sich Schlafstörungen gesundheitlich negativ aus", sagt Katja Weirer.
Mehr Infos auf naturpark-oetscher.at/naturnacht
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