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Alternative zu Plastik aus Schwaz

Auch das Firmengebäude von Naturabiomat in Schwaz ist auf dem neuesten Stand der Technik
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  • Auch das Firmengebäude von Naturabiomat in Schwaz ist auf dem neuesten Stand der Technik
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SCHWAZ. Naturabiomat: "Die Zukunft der Menschen liegt in der Natur"

Unter dem Namen "Pro-Tech" wurde 1996 eine Firma in Schwaz gegründet, die als erste in Österreich kompostierbare Säcke herstellte. Seit 2012 heißt diese Firma "Naturabiomat" und hat nicht nur ein neues Firmengebäude auf dem neuesten technischen Stand in Schwaz, sondern auch Standorte in Deutschland, Norwegen und Finnland. Mit einem Gruppenumsatz von 40 Millionen Euro zählt das Unternehmen zu den Großen, wenn es um Umwelt-Betriebe geht.
Bekannt ist Naturabiomat vor allem durch die Bioabfallbeutel, doch das Produktportfolio umfasst noch mehr: Einlegesäcke für die Restmülltonnen, Agrarfolien, flexible Folien für Verpackungen sowie Tiefziehteile wie Trays und Schalen. "In Österreich sind wir auch durch unsere kompostierbaren Gassibeutel und Gassistationen bekannt. Da diese auch in vielen Tourismushotspots in Österreich aufgestellt sind, erhalten wir viele Anfragen aus den Niederlanden und Deutschland, welche die Stationen im Urlaub gesehen haben", erklärt Manager Christian Margreiter im BEZIRKSBLÄTTER-Interview.

Biokunststoff

Das Material, das für diese Produkte verwendet wird, ist ein sogenannter Biokunststoff, der biologisch abbaubar ist. Die Basis dazu ist Mais- oder Kartoffelstärke, aber auch Distelöl bzw. Cellulose. Daraus werden kleine Körnchen, das sog. Granulat, hergestellt, aus denen eine Folie gemacht wird, die schließlich in die gewünschte Form gebracht wird.

Pioniere in der Branche

"Wir waren in Österreich die ersten welche funktionierende Produkte in den Markt brachte. Wir sind aber auch Vorreiter in der Entwicklung und waren vor einigen Jahren die ersten welche Tragetaschen aus Kartoffelstärke in die Handelsketten lieferte oder auch Agrarfolien für die Gemüsebauern. Heute sind wir wieder die Ersten welche Coextrudierte (mehrschichtige) Sackerl herstellt, die mit wasserlöslichen Farben bedruckt werden. Alle Produktionsabfälle dieser Sackerl werden Inhouse recycelt und wieder der Produktion zugeführt. Das ist natürlich sehr umweltfreundlich und weitgehend CO2 neutral. Wir sind wieder die ersten, wenn wir im Sommer Sauerstoffbarrierefolien in den Markt bringen. Diese Folien sind sehr wichtig für die Verpackung von Lebensmitteln. Erwähnt werden muss, dass alle diese Folien auf Basis nachwachsender Rohstoffe und kompostierbar, hergestellt werden. Beispielsweise stammen die Spar Natur Pur und Billa Ja!Natürlich Sackerl für die Karottenverpackungen aus dem Hause NATURABIOMAT. Jeder Österreicher hat täglich mit Produkten aus unserem Hause zu tun", erklärt Christian Margreiter.

Umweltbewusstsein und Fridays for Future

Der Konsument wird kritischer, Bewegungen wie Fridays for Future schaffen es, das Thema Umwelt in die breiten Medien zu bringen. Auch für Unternehmen wie Naturabiomat ist das spürbar. "Der Konsument möchte umweltfreundliche Verpackungen und Materialen verwenden in dem für ihn sicher gestellt ist, dass die Folien kompostieren, aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt werden aber auch im Meer biologisch abbauen. Ein wichtiges Argument ist auch, dass diese Folien kein Mikroplastik hinterlassen – weder in der Kompostieranlage noch im Meer. Obwohl die Produkte kompostierbar sind, sollen diese nicht einfach in der Natur „entsorgt“ werden, sondern richtig verwertet werden. Fridays for future hilft im allgemeinen die Umweltgesinnung zu heben und stellt eine Revolution der Jugend, wie in den 68-er dar. Natürlich hilft das auch uns, die Nachfrage steigt permanent", weiß Margreiter.

Richtige Lagerung

Abschließend klärt Christian Margreiter noch über dir richtige Lagerung  von Bioabfallsäcken auf: "Die Bioabfallsäcke lagert man am besten in trockenen Räumen, nicht über 20 °C und nicht länger als 18 Monate. Aus diesem Grunde haben unsere Sackerl ein Herstelldatum eingedruckt. Wenn eine Rolle ständig einreißt, dann ist sie zu alt oder aber sie wurde falsch gelagert indem sie z.B. in der Sonne, neben dem Heizkörper, oder in der Küche neben der Spülmaschine gelagert wurde. Dann altert das Material sehr schnell und neigt leicht zum Reißen."

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Mit dem Bezirksblätter "Update am Morgen".

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Autor:

Dagmar Knoflach-Haberditz aus Schwaz

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