High-Tech Drohne für 3D-Stadtmodell
Drohne für Schwaz im Einsatz

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SCHWAZ (dw). Wenn "besorgte Bürger" vergangene Woche eine  Drohne größeren Ausmass über Schwaz entdeckt hatten, dann hatte dies einen besonderen Grund. Sagen wir so: Ein digitaler Spaziergang durch die Stadt? Raumplanung im 3D-Modell von Schwaz? Präsentation von Bauprojekten anhand von Hologrammen? Na ja, klingt schon ein bisschen nach Science-Fiction, ist aber in Schwaz bereits entstehende Realität. Aus den Daten von Laserscanner, zwei Kameras und GPS-unterstützter Inertialeinheit erfasst, entsteht ein detailliertes 3D-Stadtmodell. Dieses kann dann zum Beispiel für Stadtplanung oder Raumordnung als Basis für den Entscheidungsprozess bei Bauprojekten verwendet werden. Das Schwazer Vermessungsbüro TRIGONOS spielt dabei eine wesentliche Rolle. Damit aus den 550.000 erfassten Punkten pro Sekunde, das entspricht einer Punktdichte von 110 Punkten pro m2, ein dreidimensionales Modell der Stadt wird, müssen die Daten von Laserscanner, Kameras, GPS und Inertialeinheit in der richtigen Reihenfolge kombiniert und ausgewertet werden. Daraus entsteht in weiterer Folge eine fotorealistische, sogenannte georeferenzierte Punktwolke. Intelligente Algorithmen unterteilen dann in Kategorien wie Boden, Gebäude, Bäume, Vegetation und vieles mehr und so entsteht schließlich ein dreidimensionales Modell der Stadt.  Joachim Feldes, projektverantwortlicher Geschäftsführer bei TRIGONOS freut sich über die Initiative der Stadt: „Schwaz ist eine der ersten Gemeinden, die ein digitales Stadtmodell umsetzt und geht damit ganz neue Wege. Von der Waldbewirtschaftung, einem digitalen Baumkataster bis hin zu Unwettersimulationen ist alles abbildbar.“

Top Unternehmen
Mit Piloten Thomas Golacz und Michael Markovits von der Firma Skybaility (ein Full-Service Anbieter von professionellen Dienstleistungen mit Flugrobotern) waren zwei absolute Drohnen-Profis am Werk. Sie steuern das 25 Kilo schwere und vierfach abgesicherte Fluggerät rund 80 Meter über dem Boden mit einer Geschwindigkeit von 8 Metern/Sekunde. Gestartet und gelandet wird dabei manuell. Die in der Flugplanung errechneten 80 Meter breiten Flugstreifen werden dann von der Drohne vollautomatisch, aber immer mit Sichtkontakt zum Piloten abgeflogen. Für die effiziente Abwicklung ist eine präzise Flugplanung notwendig, die vorab im Büro erstellt wird. Um Kollisionen mit Hindernissen zu vermeiden und weil das Stadtgebiet von Schwaz genau in der Einflugschneise zum Innsbrucker Flughafen liegt, am BKH Schwaz laufend Hubschrauber landen und sich in Vomp ein Bundesheer-Stützpunkt befindet, erfolgte eine Befliegung stets in enger Abstimmung mit der Austro Control.

Autor:

Dietmar Walpoth aus Schwaz

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