Fügen und das Schloss - was passiert?

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FÜGEN (fh). Das Schlosss bzw. die "Bubenburg" gehört zu Fügen wie der Eifelturm zu Paris. Die Institution des Seraphischen Liebeswerkes ist in der Gemeinde verankert und das wird auch so bleiben denn mit dem Neubau in Kooperation mit der Neuen Heimat beginnt für die Jugendlichen in Fügen einen neue Ära. Franz Tichy (Geschäftsführender Vizepräsident des SLW) und Marco Schmitt (Leiter der SLW Jugendhilfe) sind voll der Begeisterung denn was hier für die Jugendlichen entsteht ist schlicht und ergreifend mit der Situation im Schloss nicht mehr zu vergleichen. "Die Verhältnisse im Schloss sind einfach nicht mehr zeitgemäß und wir sind seit langem damit beschäftigt die Aussiedelung voranzutreiben denn dieser Prozess braucht Zeit und will gut vorbereitet sein. Wir freuen uns sehr darüber, dass wir den Jugendlichen bald Unterkunft und Betreuung auf dem letzen Stand anbieten können", erklärt Franz Tichy im Gespräch mit den BEZIRKSBLÄTTERN. Marco Schmitt erklärt dazu: "Wir mussten die Zeichen der Zeit erkennen denn der Bedarf der Jugendlichen hat sich enorm geändert und wir verfolgen einen ganz bestimmten pädagogischen Ansatz der im Schloss so einfach nicht mehr umzusetzen ist. Das hat auch sehr viel mit dem Zusammenleben, mit Haushaltsführung und Selbstverantwortung zu tun", erklärt Schmitt. Das SLW betreibt bereits eine Wohngemeinschaft für Jugendliche in der Gemeinde Strass.

Gemeinde will Schloss
Nach der Aussiedelung der Jugendlichen aus dem Schloss stellt sich natürlich die Frage der Nachnutzung und hier sollte, wenn alles in geordneten Bahnen verläuft, die Gemeinde Fügen auf den Plan treten. "Die Gemeinde hat ein sehr großes Interesse an dem Schloss und wir sind hier auf einem sehr guten Weg und ich bin sicher dass man sich einigen wird", erklärt Franz Tichy. Großer Diskussionspunkt ist natürlich der Preis, denn nachdem nun drei Gutachten zum Schloss vorliegen (Gemeinde, Land und SLW) hat man doch noch recht unterschiedliche Preisvorstellungen doch über kurz oder lang sollte das Schloss in den Besitz der Gemeinde übergehen. Die Frage ob die Gemeinde den Kauf finanziell stemmen kann steht auch im Zusammenhang mit der geplanten Metzenjochbahn im Skigebiet Spieljoch. Der Ankauf des Schlosses wäre für Fügen jedenfalls eine einmalige Gelegenheit um dem Ort ein richtiges Zentrum zu geben. Das sogenannte Fidelishaus (Verwaltungsgebäude) steht z.B. nicht unter Denkmalschutz und könnte ohne Probleme abgerissen werden um den Innenhof des Schlosses zu öffnen. Für eine Nutzung des Schlosses, welches in den 90er Jahren saniert wurde, würde sich z.B. die Musikschule Zillertal anbieten welche,aufgrund des großen Schülerandrangs, teils mit massiven Platzproblemen zu kämpfen hat.

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