Rabalderhaus Schwaz: 44 Selbst-Portraits “Künstleraugen”

Vernissage Rabalderhaus: V.l. Dr. Benno Erhard (Land Tirol), Kurator Dr. Carl Kraus, HR Dr. Otto Larcher (Rabalderhaus), Kurator Univ.-Prof. Dr. Markus Neuwirth und Vize-Bgm. Mag. Martin Wex.
Foto: Andrea Wex
  • Vernissage Rabalderhaus: V.l. Dr. Benno Erhard (Land Tirol), Kurator Dr. Carl Kraus, HR Dr. Otto Larcher (Rabalderhaus), Kurator Univ.-Prof. Dr. Markus Neuwirth und Vize-Bgm. Mag. Martin Wex.
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SCHWAZ (tti/aw). „Das Porträtieren, die Auseinandersetzung mit dem Modell, hat mich gelehrt“, schrieb einmal Markus Vallazza stellvertretend für viele Künstler, „wie einmalig und unverwechselbar jedes Individuum ist und dass der Mensch das aufregendste und rätselhafteste Wesen auf unserem Planeten ist.“

Besonders „aufregend“ ist das „Modell“ für die Künstler naheliegender Weise, wenn es sich dabei um das eigene Ich handelt. Fast von jedem Maler seit der Moderne gibt es zumindest ein Selbstbildnis, festgehalten in der ganzen Bandbreite der stilistischen Ausdrucksmöglichkeiten.

So kennzeichnet auch die vorliegende Zusammenstellung der Selbstporträts von 44 Hauptvertretern der Tiroler Kunst ab 1900 eine außerordentliche Vielfalt an formalen und psychologischen Interpretationen. Die Beschränkung auf Malerei und Zeichnung (sowie andeutungsweise Fotografie und Plastik) wurde gewählt, da in einer Folgeausstellung auch Selbstporträts jüngerer Zeitgenossen in den verschiedenen neuen Medien gezeigt werden sollen.

Jedes der ausgestellten Werke erzählt in komprimierter Form eine Lebens- und Kunstgeschichte, wobei die Darstellungen von einer standesmäßigen Repräsentation über verschiedene Rollenspiele bis zur schonungslosen Selbstanalyse reichen. Vielfach entstanden die Bilder aus dem Drang nach Selbsterforschung, Selbstdeutung und, ähnlich schriftlichen Tagebüchern, als Versuch, das eigene Er-Leben festzuhalten.

Die Ausstellung ist sowohl chronologisch als auch nach Sinnzusammenhängen wie Künstlerfreundschaften und formalen Kriterien geordnet. Leihgeber sind u. a. das Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum, das Institut für Kunstgeschichte der Leopold-Franzens-Universität Innsbruck, das Forschungsinstitut Brennerarchiv, das Stadtmuseum/archiv Innsbruck und die Galerien Goethe, Flora und Maier.

Die Künstler:

Heinrich Kühn (1866–1944)
Albin Egger-Lienz (1868–1926)
Ignaz Stolz (1868–1953)
Friedrich Hell (1869–1957)
Max von Esterle (1870–1947)
Artur Nikodem (1870–1940)
Hans Josef Weber-Tyrol (1874–1957)
Ludwig Penz (1876–1918)
Max Angerer (1877–1955)
Fritz von Herzmanovsky-Orlando (1877–1954)
Andreas Einberger (1878–1952)
Erich Lechleitner (1879–1959)
Emanuel Raffeiner (1881–1923)
Toni Kirchmayr (1887–1961)
Hans Pontiller (1887–1970)
Alfons Walde (1891–1958)
Rudolf Lehnert (1893–1932)
Christian Hess (1895–1944)
Ernst Nepo (1895–1971)
Hilde Goldschmidt (1897–1980)
Wilhelm Nicolaus Prachensky (1898–1956)
Josef Prantl (1901–1992)
Alfons Graber (1901–1990)
Johannes Troyer (1902–1969)
Walter Honeder (1906–2006)
Franz Lettner (1909–1998)
Max Weiler (1910–2001)
Sepp Orgler (1911–1943)
Hilde Nöbl (1912–2001)
Gerhild Diesner (1915–1995)
Karl Plattner (1919–1986)
Peter Fellin (1920–1999)
Willy Valier (1920–1968)
Peter Prandstetter (* 1925)
Anton Tiefenthaler (1929–1982)
Wilfried Kirschl (1930–2010)
Oswald Oberhuber (* 1931)
Norbert Drexel (* 1933)
Markus Vallazza (* 1936)
Walter Nagl (* 1939)
Reiner Schiestl (* 1939)
Anton Christian (* 1940)
Ernst Reyer (* 1947)
Gotthard Bonell (* 1953)

Kuratoren
Carl Kraus & Markus Neuwirth

Öffnungszeiten
9.7. – 21.8.2011, Donnerstag bis Sonntag 16 – 19 Uhr

Rabalderhaus, Schwaz, Winterstellergasse 9

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