GE Jenbacher baut den größten Gasmotor in der Geschichte des Unternehmens

Die Manager und Chefs von GE Jenbacher von li nach re CEO Energy Prady Iyyanky, Steve Bolze CEO Power & Water, leicht verdeckt Georg Knoth, CEO Regional BRD Österreich Schweiz, Volker Schulte Generalmanager GE Energy, Karl Wetzlmayer, Produkt Management
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Als technische Meisterleistung und Meilenstein in der Firmengeschichte feierte das zum US-Mischkonzern gehörende Unternehmen General Electric (GE Jenbacher) die Produktion ihres bisher größten, zur Energieversorgung bestimmten Gasmotors, genannt J 920, dessen Entwicklungskosten sich auf ca 100 Mio Dollar (72,2 Mio €uro) belaufen. Etwa 200 Ingenieure des Konzerns General Electric waren an der Herstellung und Entwicklung dieses Energiegiganten beschäftigt.

Berechtigterweise klang auch ein wenig Stolz durch, als Prady Iyyanky, CEO bei GE Energy’s Jenbacher und Steve Bolze, President & CEO Power & Water bei GE am 19. Oktober 2010 vor die überaus zahlreich erschienenen Pressevertreter, sowie sehr vielen Interessenten aus Industrie, Politik und Wirtschaft aus aller Welt traten und ihre neuste Entwicklung vorstellten. Es ist heute ein besonderer Tag bei unserem Unternehmen, erklärten Steve Bolze und Prady Iyyanky übereinstimmend, denn technologische Innovation sei eben das Herz von GE Jenbacher und die Entwicklungskosten von 100 Mio Dollar für ein einzelnes Produkt waren noch nie so hoch in der Firmengeschichte.

Ein paar Fakten über den J 920 von GE Jenbacher und dessen Einsatzgebiete:

Der J 920 erreicht eine Leistung von 9.5 Megawatt, bei einem elektrischen Effizienzniveau von 48, 7 Prozent. Das heißt im Klartext, dass der neue Gasmotor den Strombedarf von 18.500 durchschnittlichen, europäischen Haushalten abdecken kann. Mit diesen Werten sei der J 920 der effizienteste der GE Jenbacher Gasmotorensparte und zeichne sich insbesondere dadurch aus, dass er eine unabhängige und lokale Energieversorgung in entlegenen, heißen oder hoch gelegenen Regionen in aller Welt gewährleisten könne.

Da er zudem die volle Leistung innerhalb von 5 Minuten erreiche, eigne sich der J 920 ebenfalls zur Stabilisierung des elektrischen Netzes. Aus diesem Grunde sei der Gasmotor auch ganz besonders für den europäischen Energiemarkt von Interesse, da dieser durch den Ausbau von Wind und Solarenergie künftig einen großen Anteil an Energieerzeugern mit schwankender Produktion vorzuweisen habe. Insbesondere in Deutschland und Großbritannien hoffe GE Jenbacher auf große Nachfrage. Das hänge auch mit dem Ziel der Europäischen Union zusammen, so Steve Bolze und Prady Iyyanky, dass bis zum Jahr 2020 etwa 20 % der dort genutzten Energie erneuerbar sein werde. Die bei GE Jenbacher erzeugten Motoren decken einen Leistungsbereich von 0.25 bis 4.4 MW ab und zeichnen sich durch hohe Brennstoff-Flexibilität aus. Sie können sowohl mit Erdgas, als auch mit verschiedensten Bio-und Sondergasen aus Landwirtschaft, Bergbau, Industrie-und Landwirtschaft betrieben werden.

Außerdem verwiesen die Manager von GE Jenbacher auf die geringen Betriebskosten des J 920 durch einen höheren Wirkungsgrad. So könnten pro Jahr 217.000.- €uro an Kosten z.Bsp für Erdgas eingespart werden. Dadurch würde die Umwelt am meisten profitieren. Im Vergleich zu herkömmlichen Gasmotoren könnten pro Jahr ca 1.500 Tonnen an CO2 Emissionen verhindert werden, das einem Ausstoß von ca 800 durchschnittlichen Pkw’s entsprechen würde, so die GE Jenbacher Mangager Prady Iyyanky und Steve Bolze.

Übernahme der Jenbacher Werke im Jahr 2003 und Testphase in Rosenheim:

Steve Bolze CEO Power & Water bei GE hob hervor, dass die Übernahme der Jenbacher Gasmotorensparte im Jahr 2003 eine sehr wichtige Investition für GE Energy gewesen sei. Das Geschäftsvolumen haben sich seit der Einbeziehung vervierfacht.Die Nachfrage nach alternativen Energiequellen werde in Zeiten von Ressourcenknappheit stetig im Steigen begriffen sein und daher sei anzunehmen, dass die Nachfrage für derartige Produkte in Zukunft steigen werde, so der Manager. Als nächster Schritt werde nun ein groß angelegtes Pilotprogramm folgen, in dessen Rahmen der neue Motor J 920 bei den Stadtwerken in Rosenheim Deutschland erstmals zum Einsatz kommen werde. Nach dieser Testphase sei der Beginn der Serienproduktion geplant, so Steve Bolze. Bereits 2012 soll der Motor für Anwendungen in 50 bis 60 Hz Ländern verfügbar sein.

Die Gasmotorensparte von General Electric hat ihren Hauptsitz und Produktionsstandort in Jenbach in Tirol. Dort sind auch ca 1.400 der weltweit 1.800 Mitarbeiter beschäftigt.

GE Energy mit Sitz in Atlanta im US Bundesstaat Georgia, zählt nach deren Angaben zu den weltweit führenden Anbietern von Energiegewinnungs-und Verteilungstechnologien.GE Energy erwirtschaftete 2009 einen Umsatz von 26,8 Mrd €uro.

Autor:

Franz Josef Haun aus Schwaz

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