12.04.2017, 10:22 Uhr

Gemeinde Hainzenberg: Von Kampf und Kompromiss

HAINZENBERG (fh). Man könnte behaupten die Gemeinde Hainzenberg sei ein eher ruhiges Fleckchen Erde. Ca. 750 Einwohner sind hier beheimatet und der Begriff Berggemeinde trifft wohl zu. Mit einer Fläche von 21,47 Quadratkilometern hat man den einen oder anderen Berührungspunkt mit den lieben Nachbarn womit wir schon beim Thema wären. Hainzenberg ist Mitgliede bei zwei Tourismusverbänden (sowohl Mayrhofen/Hippach als auch Zell/Gerlos) und liefert auch fleißig die Tourismusabgaben an beide TVB's ab. Eine Tatsache mit der Bürgermeister Georg Wartelsteiner nicht grenzenlos glücklich ist, denn die Rückflüsse aus den Tourismusabgaben sind überschaubar. Hainzenberg hat ohnehin die eine oder ander Kuriosität aufzuweisen so gibt es im Ort z.B. einen Landwirt, dessen Hof auf Gebiet der Gemeinde Hainzenberg, und der Stall auf Gebiet der Gemeinde Zell steht. Natürlich ist man mit der Gemeinde Zell a. Z. eng verbandelt, sowohl schulisch als auch wirtschaftlich und kirchlich.
Die Hauptverkehrsroute Richtung Gerlospass sowie nach Gerlos führt durch Hainzenberg und man kann sich vorstellen, dass tausende von Pkw's (und Motorräder im Sommer) auch eine gewissen Belastung mit sich bringen aber in Hainzenberg trägt man's mit Fassung. "Es handelt sich bei der B 165 um eine Landesstraße und natürlich ist mir klar, das die Belastung teils sehr hoch ist. Wir müssen uns aber von der Illusion befreien, dass sich der Verkehr hier stark verringern wird", erklärt Bgm. Wartelsteiner.

Freizeitwohnsitze
Die Gemeinde Hainzenberg gehört zu jenen Kommunen, die den Begriff Freizeitwohnsitz nur allzu gut kennt. Bürgermeister Wartelsteiner: "Laut Gesetz dürfte man acht Prozent Freizeitwohnsitze haben aber bei uns sind es mind. 25 Prozent und da sind wir im Tal sicher nicht allein damit. Das Gesetz im Bezug auf die Freizeitwohnsitze ist ein zahnloser Tiger. Außderdem hat man es mit der letzten Novelle noch weiter aufgeweicht", findet der Dorfchef klare Worte.
Das Thema Gerlosstein ist natürlich ein Dauerbrenner in der Gemeinde und auch hier scheint sich etwas anzubahnen. Der Bürgermeister kann dazu aber nur sehr spärlich Auskunft geben. Soviel sei verraten – es geht um einen Ersatz für den Ramsberglift der nun endgültig eingestellt werden soll.
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