07.10.2014, 14:00 Uhr

Standort weiterhin fraglich?

TERFENS/VOMPERBACH (fh). Rund um die Diskussion bezüglich des geplanten Feuerwehrzentrums in Vomperbach meldet sich nun Landtagsvizepräsident Hermann Weratschnig (Grüne) erneut zu Wort und spricht sich klar und deutlich für mehr Transparenz aus. Für Weratschnig ist bei der Standortfrage des Terfner Feuerwehrgerätehauses alles offen. „Unverständlich ist jedoch, dass die Gemeinde bis dato keine Alternativvariante vorgeschlagen hat und den Standort Forchat Föhrenwald weiterverfolgt. Alle Expertenmeinungen sehen derzeit den Standort kritisch“, so Weratschnig, der sich für den Erhalt der ökologisch wertvollen Fläche einsetzt. „Jetzt sind die Bürger an der Reihe, ihre Anliegen offen zu artikulieren. Eine Bürgerinitiative gibt es, aber die Schneid, sich öffentlich zu outen, ist noch nicht vorhanden“, so Weratschnig.

Kritische Mitsprache

Es fehlt oft an der Zivilcourage der Bürger, obwohl Bürgermeister und Gemeinderäte sehr bemüht sind, zeitgerecht zu informieren und über Gemeindethemen eine offene Diskussion zu führen“, meint Weratschnig, der Defizite auf beiden Seiten erkennt – nämlich bei den Bürgern als auch bei Gemeindeführungen. „Das Beispiel in Terfens zeigt mir, dass wir in den Tiroler Gemeinden endlich darüber diskutieren und die Fenster für eine demokratische Kultur durchlüften sollten. Dazu braucht es nicht das Land, sondern die Bereitschaft der Gemeindebürger, sich wieder vermehrt für Gemeindeanliegen einzusetzen“, ist LAbg. Weratschnig überzeugt. „In der Anonymität ist Demokratie und Mitsprache zum Scheitern verurteilt“, appelliert Weratschnig an die Terfner.
Der Kommandant der FF-Vomperbach, Florian Gartlacher, erklärt auf Anfrage der BEZIRKSBLÄTTER, dass das Verfahren seines Wissens im Laufen sei und er keine konkrete Aussage der Gemeinde für den Standort habe.
Bürgermeister Hussl war bis Redaktionsschluss nicht für eine Stellungnahme gegenüber den BEZIRKSBLÄTTERN erreichbar.
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