09.11.2016, 09:34 Uhr

Stift Fiecht: Was soll daraus werden?

VOMP/FIECHT (fh). Ende Juli dieses Jahres gab es in der Gemeinde Vomp einen Knalleffekt – die Benediktinerabtei zog sich aus dem Stift Fiecht zurück auf das Kloster am Georgenberg. Eine Entscheidung die spezielle in der Gemeinde Vomp für wenig Freude sorgte denn das denkmalgeschützte und historische Gebäude mit der größten Baukubatur in Vomp muss einer Nachnutzung zugeführt werden. Die Gründe für den Rückzug der Geistlichen waren personeller und finanzieller Natur denn das Konklave war kleiner geworden und so wurde es für die Pater unmöglich die Kosten für die Erhaltung des Stiftes weiterhin zu tragen. Das Stiftsgebäude mit Konvent-, Gäste- und ehemaligem Internatsbereich sowie Museumsräumen und einer imposanten Bibliothek müssen, laut den Benediktinern geistlich/kulturell genutzt werden. Der Orden, das Land Tirol sowie die Gemeinde Vomp versuchen derzeit eine Nachnutzung des Klosters auszuverhandeln.

Auf nach St. Ottilien

Vomps Bürgermeister Karl-Josef Schubert bemüht sich derzeit, zusammen mit seinem Amtskollegen Michael Huber aus Stans um eine Lösung für das Kloster. "Uns wäre eine geistliche Nachnutzung natürlich das Liebste und aus diesem Grund reisen mein Kollege Michael Huber und ich demnächst in das Kloster St. Ottilien (Erzabtei in Bayern der das Kloster in Fiecht unterstellt ist – Anm. der Redaktion) um mit dem dortigen Erzabt über Möglichkeiten bezgl. des Klosters zu diskutieren", so Schubert.
Die Gemeinde ist jedenfalls sehr darum bemüht eine Lösung für die Klosterräumlichkeiten zu finden. Auch das Land Tirol hat seine Unterstützung in diesem Zusammenhang zugesagt wobei die Nutzung für Ausbildungszwecke nicht ausgeschlossen ist.
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