26.07.2017, 13:30 Uhr

Was tun, wenn das Wasser kommt?

STRASS/BEZIRK (fh). Das Thema rund um die sogenannten Gefahrenzonenpläne des Landes Tirol ist emotionsgeladen. Auf der Homepage des Landes Tirol heißt es dazu: "Ein Gefahrenzonenplan stellt den Ist-Zustand der Hochwassergefährdung dar und zeigt, welche Flächen bei einem 100-jährlichen Hochwasserereignis überflutet werden. Er ist damit die Grundlage für Hochwasserschutzmaßnahmen, Raumplanung, Bauwesen und Katastrophenmanagement. Wesentliche Grundlagen für den Gefahrenzonenplan sind hydrologische Daten und ein dreidimensionales Geländemodell." An den Berechnungen des Landes für das Hochwasserszenario scheiden sich allerdings die Geister denn sowohl die von Fritz Gurgiser ins Leben gerufenen IG-Inntal (Unternehmer), die Interessensgemeinschaft der Bauern von Pill bis Angath (ins Leben gerufen von Wasserfischer-Bauer Alfred Enthofer/Strass) sowie die Wirtschaftskammer hatten bereits im Vorfeld ihrer Bedenken angemeldet und sich gegen den vom Land geforderten Gefahrenzonenplan ausgesprochen.

Worum geht's

In erster Linie um die sogenannten Retentionsflächen (jene Flächen die das Wasser im Bedarfsfall schlucken sollen) sollten zu Großteil von den Bauernschaft zur Verfügung gestellt werden und das Land hat bereits zahlreiche Informationsveranstaltungen abgehalten um über das Vorhaben zu informieren. Im Gespräch mit der BEZIRKSLÄTTER-Redaktion erklärt Alfred Enthofer, Ortsbauernobmann von Strass: "Wir haben nie gesagt, dass wir als Bauern kein Retentionsflächen zur Verfügung stellen werden nur in dem Ausmaß wie es sich das Land Tirol vorstellt kann das nicht funktionieren. Ich sage ganz klar, dass wenn das Land hier nicht einlenkt die Sache sehr, sehr schwierig wird", findet Enthofer klare Worte.
Von Seiten des Landes Tirol favorisiert man die Variante den Hochwasserschutz in Wasserverbänden zu organisieren. Auf der Homepage des Landes Tirol heiße es dazu: "In einem Wasserverband schließen sich mehrere Gemeinden sowie Infrastrukturträger und Kraftwerksbetreiber zusammen und erarbeiten konkrete Maßnahmen zum Hochwasserschutz. Der Verband beantragt diese Maßnahmen bei der zuständigen Behörde und ist für die Errichtung, den Betrieb und die Instandhaltung zuständig. Im Wasserverband sitzen alle Beteiligten an einem Tisch und sind am Planungsprozess beteiligt. Dabei stellen die Mitglieder einen Interessenausgleich her, Vorteile und Belastungen müssen zwischen den Gemeinden gerecht verteilt werden."
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.