23.10.2017, 16:11 Uhr

Mit Beratung zum Erfolg: Kundentreue basiert auf bestem Service

Gerald Dejaco ist erfolgreicher Unternehmer (Foto: Dietmar Walpoth)

Der Handel ist im Wandel. Besonders in der Sportbranche ist die Dichte an Geschäften nirgends so hoch wie in Tirol. Gerald Dejaco aus Gerlos ist einer der erfolgreichsten Sportwarenhändler der Region und hat mit uns die derzeitige Situation und die Zukunft des Sporthandels beleuchtet.

Gerald Dejaco hat sich in den letzten Jahren ein beachtliches Netzwerk an Sportgeschäften aufgebaut. Mit acht Filialen und bis zu 40 Mitarbeitern ist er einer der größten Player in der Region. Der Stammsitz ist in Gerlos. Es begann alles mit einem kleinen Schustergeschäft. Gerald Dejacos Großvater wanderte von Südtirol aus und wurde in Gerlos sesshaft. Auch der Vater Engelbert nahm das Schustergewerbe auf. Erst 1970 begann der Handel mit Skischuhen. 1997 hat Gerald Dejaco das Geschäft in Gerlos übernommen. Das kleine, 25 m² große Schustergeschäft in Gerlos wurde mittlerweile auf 500 m² ausgebaut. Seit 2006 gibt es ebenfalls eine Filiale von Sport 2000 Engelbert in Zell am Ziller. Dieser Standort sowie der in Gerlos sind stark auf Skiverkauf und Skiverleih im Winter spezialisiert, aber auch Bergsport und Wandern im Sommer.2011 folgte ein weiterer Shop in der Bezirkshauptstadt Schwaz. Im ehemaligen Löffler-Gebäude gegenüber der Bushaltestelle Steinbrücke werden auf zwei Etagen Sportbekleidung und Ausrüstung angeboten. Mit dem Bau der Stadtgalerien in Schwaz ergab sich die Möglichkeit, in ein modernes, 500m2 großes Geschäft zu investieren und umzuziehen und mit zehn Mitarbeitern voll auf die fachliche Beratung zu setzen. Das Thema Fitness und Running ist das ganze Jahr über prominent vertreten. 2016 kam ein Outlet in der Nähe des Tirolack in Schwaz dazu. Im oberen Stockwerk werden Top-Marken zu immer billigen Preisen angeboten. Das untere Stockwerk dient als Lager. Schließlich wurden in den letzten Jahren noch weitere Filialen in Bad Hofgastein und Lienz übernommen.
„Diese Entwicklung haben wir in den letzten fünf Jahren durchgemacht“, erzählt Dejaco. Jetzt ist erst mal Schluss mit der Erweiterung. „Momentan bin ich nicht auf Expansionskurs. Das, was wir haben, wollen wir jetzt stabilisieren. Die Standorte, die gut funktionieren, wollen wir so weiter betreiben und Ruhe und Stabilität reinkriegen“, so Dejaco über die unmittelbare Zukunft.
Das größte Kapital sind die Mitarbeiter. „Das sind die Leute, die direkten Kontakt mit den Kunden haben und sie machen das alle super. Diese Rückmeldung erhalte ich auch von meinen Kunden. Mit meinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern steht und fällt das Unternehmen“, ist Dejaco stolz auf sein Personal. Der Sporthandel ist nicht der einfachste Markt. „Österreich hat eine hohe Dichte an Sportgeschäften. Die Geschäftsfläche in m2 pro Einwohner liegt im Spitzenfeld in Europa. Dadurch entsteht ein Verdrängungsmarkt“, beschreibt Gerald Dejaco die Situation. Sein Mittel: Spezialisierung und Konzentration auf jene Gebiete, in denen man gut ist. „In unserem Fall sind das im Winter Skitouren und Alpinsport und im Sommer Wandern und Bergsport. Laufen ist inzwischen ein Ganzjahressport“, beschreibt er. Die österreichischen Kunden sind sehr markenaffin. „Nur mit Eigen- und Billigware kommt man in Österreich nicht weit. Das Discounter-Prinzip funktioniert hier nur bedingt“, weiß er aus Erfahrung. Der österreichische Kunde will gut beraten werden und ist sehr qualitätsbewusst. „Beratung und Service, das ist das einzige Mittel, damit die Menschen in den Fachhandel kommen“, ist sein Credo.

Online-Handel

Für den Handel stellt die große Zunahme des Online-Verkaufs ein großes Problem dar. „Wir müssen ein Bewusstsein dafür schaffen, dass durch den Kauf im heimischen Fachhandel viele Arbeitsplätze gesichert werden“, appelliert Dejaco. Er sieht allerdings auch in Zukunft den Online-Handel weiter wachsen. „Dennoch merken wir, dass die Kunden wieder zurück ins Geschäft kommen, weil sie die Beratung schätzen. In Zukunft wird es so sein, dass sich der Konsument online informiert und dann im Fachhandel kauft“, hofft der Unternehmer. Um hier up-to-date zu sein, wird die Einkaufs- und Werbegemeinschaft Sport 2000, bei der Gerald Dejaco sogar im Vorstand sitzt, aktiv bleiben. Ein Online-Shop steht ganz oben auf der Liste der geplanten Projekte.„Beratung, Service und Leidenschaft. Spezialisierung und gute Auswahl zu fairen Preisen – so werden die Kunden auch weiter im Fachgeschäft einkaufen“, so Gerald Dejaco abschließend.


Sport 2000 Engelbert

Gerald Dejaco
Unternehmen: 8 Filialen, bis zu 40 Mitarbeiter
Credo: Beratung und Freundlichkeit
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