S1: Weg mit Sperre der Brücke

Die Umfahrung entstammt aus einem UVP-Verfahren, die teils gesperrte Leopoldsdorfer Str. wurde nachträglich durchgezogen.
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  • hochgeladen von Tom Klinger

Mehr Verkehr, unnötiger Zickzack-Umweg, steigende Abgasbelastung und vor allem eine schiefe Optik: Die aus einer UVP hervorgegangene "Spange Rothneusiedl" scheint vom Wiener Rathaus "nachgebessert" worden zu sein.
Zu Lasten der Autofahrer und Anrainer. Zu Gunsten ein paar Sekunden Vorsprung für den Autobus, der ab September zur neuen U1-Endstelle Oberlaa fährt. Nikolaus Authried, Jurist vom ÖAMTC: "Es gibt bei Straßenprojekten wie der Spange Rothneusiedl immer regelmäßige Sitzungen mit zuständigen Behörden. Die Umfahrung an sich war anfangs ja sinnvoll. Autofahrer aus Wien sollten nicht mehr den Umweg über Leopoldsdorf zur S1-Abfahrt Rothneusiedl machen müssen. Von einer Sperre der Brücke war jedoch nie die Rede. Das wurde nie so kommuniziert. Die Sperre muss wieder aufgehoben werden."
Seit der Sperre werden die Proteste in Leopoldsdorf und Favoriten immer lauter. So laut, dass der SP-geführte 10. Bezirk sogar eine einstimmige Resolution gefasst hat: "Diese neue Verkehrsführung war zwar Bestandteil der seinerzeitigen Umweltverträglichkeitsprüfung, führt aber zu Umwegfahrten und einer unerwünschten Umweltbelastung. Die zuständigen Dienststellen müssen jetzt feststellen, ob eine Wiederöffnung der Brücke über die S1 möglich ist."

Umweltstadträtin schweigt

Die zuständige SP-Umweltstadträtin Ulli Sima schweigt trotz Anfrage zu der "Mogelpackung". Die von Lärm und schlechter Luft besonders belasteten Leopoldsdorfer wollen die Sperre auch weghaben. "Ein paar Sekunden Vorsprung für den Bus zu Lasten unserer Lebensqualität sind nicht akzeptabel", so Helmut Syrch von der Bürgerliste.
In Favoriten will man jetzt die MA22 bemühen, die eine Evaluierung der Verkehrsbelastung vornehmen soll. "Je rascher, desto besser", so ÖAMTC-Experte Nikolaus Authried.

Für andere Lösung offen

VP-Bürgermeister Fritz Blasnek, der ebenfalls mit den Beschwerden konfrontiert ist: "Wenn es eine bessere Lösung gibt, bin ich für alles offen. Ursprüngliche Idee war eigentlich, dass die Autofahrer die S1 für Wege ins Umland nutzen."
Die Autofahrer, die von der stark befahrenen Laaer-Berg-Straße in den Süden wollen, meiden jedoch den nicht unkomplizierten Umfahrungs-Zirkus. Und die Leopoldsdorfer, die in die Stadt fahren, belasten die eigenen Nachbarn unfreiwillig durch die vergeigte Spangenlösung.
Syrch: "Wenn die U1 nach Oberlaa kommt, wird das Problem noch wesentlich schlimmer."

Autor:

Tom Klinger aus Schwechat

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