Planpräsentation
Neue Simmeringer Hauptstraße nimmt erste Formen an
- So soll die neue Simmeringer Hauptstraße aussehen.
- Foto: 2025 www.OLN.at
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Es ist so weit: Die Pläne für die Umgestaltung der Simmeringer Hauptstraße konnten in der Bezirksvorstehung präsentiert werden. 3.500 Quadratmeter Grünfläche, mehr Sitzmöglichkeiten und 52 neue Bäume sollen den 700 Meter langen Abschnitt zwischen Litfaßstraße und Zippererstraße aufwerten.
WIEN/SIMMERING. Viel Grau und noch mehr Asphalt zieren derzeit noch das Bild der Simmeringer Hauptstraße. Sobald man den neugestalteten Enkplatz verlässt, fühlt es sich so an, als ob man eine andere Welt betritt. Dass sich das bald ändern soll, ist schon länger bekannt, nun stellte die Politik erste konkrete Pläne vor. Die Präsentation verzögerte sich zunächst – MeinBezirk berichtete, siehe unten.
Am Mittwoch, 1. Oktober, stellten die Mobilitätsstadträtin Ulli Sima, Bezirksvorsteher Thomas Steinhart (beide SPÖ) und Neos-Mobilitätssprecherin Angelika Pipal-Leixner ein erstes Konzept vor, das vor allem von viel Grün und neuen Sitzmöglichkeiten dominiert wird. Das führe auch auf die Wünsche der Bevölkerung zurück, die bereits Anfang des Jahres befragt wurden. "Wir konnten viele Wünsche unterbringen", betonte Steinhart.
Umwelt- und Wirtschaftsfaktor
So werden insgesamt 52 neue Bäume gepflanzt, dazu kommen 25 Hochstammsträucher und 3.500 Quadratmeter neue Grünfläche. "Wir haben jeden Baum, der möglich ist, untergebracht", fügt Sima bei. All das soll aber nicht nur auf dem 700 Meter langen Abschnitt zwischen Zippererstraße und Litfaßstraße untergebracht werden, sondern auch die angrenzende Molitorgasse und Pachmayergasse sollen drei bzw. vier neue Schattenspender bekommen.
Ebenfalls grüner sollen die Teilabschnitte der Straßenbahngleise werden, ein Radweg ist laut den Plänen nicht vorgesehen. Insgesamt würden rund 5.500 Quadratmeter entsiegelt werden. Wie Pipal-Leixner betont, ist die Umgestaltung jedoch nicht nur ein Umwelt-, sondern auch ein Wirtschaftsfaktor. "Derzeit lässt die Aufenthaltsqualität noch zu wünschen übrig", erklärt sie.
- Bäume, Sitzmöglichkeiten und mehr sollen auf der Simmeringer Hauptstraße zum Verweilen einladen.
- Foto: Luca Arztmann/MeinBezirk
- hochgeladen von Luca Arztmann
Mit mehr Schatten, 30 neuen Sitzmöglichkeiten und Trinkbrunnen möchte man vor allem Fußgänger entgegenkommen. Von einer erhofften Steigerung der Verweildauer sollen auch die Geschäfte profitieren. Diese werden allerdings auch von den Bauarbeiten betroffen sein, laut Steinhart würden diese, sobald die fixierten Bauphasen feststehen, informiert werden. Außerdem sei auch die Wirtschaftskammer beständig in den Planungsprozess eingebunden worden.
Stadt übernimmt Großteil der Kosten
Bisher ist der Zeitplan noch etwas vage gehalten. Der Baustart soll bereits im März 2026 erfolgen, zwischen Frühjahr und Sommer 2027 hofft man, die Umgestaltung abzuschließen. In dem rund einem Jahr wird die gesamte Fahrbahn in dem Bereich erneuert und auch die Wiener Linien werden die Gleise zwischen Litfaßstraße und Dampfmühlgasse ab dem Frühjahr 2027 sanieren.
- Bezirksvorsteher Thomas Steinhart, Mobilitätsstadträtin Ulli Sima (beide SPÖ) und Neos-Mobilitätssprecherin Angelika Pipal-Leixner (v.l.) präsentierten die Pläne für die neue Simmeringer Hauptstraße.
- Foto: Luca Arztmann/MeinBezirk
- hochgeladen von Luca Arztmann
Bis zum Spatenstich muss allerdings noch die Budgetfrage geklärt werden. Sima nennt dabei die ausstehenden Ausschreibungen für die Bauarbeiten als Grund für das Stillschweigen. Jedenfalls seien die Förderungen aus "Raus aus dem Asphalt" gesichert, die Kosten für die neue Simmeringer Hauptstraße werden zwischen 60 und 80 Prozent von der Stadt getragen. Steinhart betont seinen Dank für die Mittel aus dem Stadtbudget, während Sima konkrete Zahlen zum Spatenstich verspricht.
Am Mittwochabend, 1. Oktober, konnten sich auch Anrainerinnen und Anrainer im Bezirksamt über die Pläne informieren und mit dem Planungsteam sprechen. "Auch diese Rückmeldungen bei der Ausstellung werden aufgenommen und auf eine mögliche Umsetzung hin überprüft", erklärt Steinhart.
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