Jugendparlament
Simmeringer Jugendliche wünschen sich mehr Grün und Spielraum
- Beim Simmeringer Jugendparlament werden die Wünsche von rund 130 Schülerinnen und Schülern an die Bezirkspolitik herangetragen.
- Foto: Jugendparlement Simmering
- hochgeladen von Luca Arztmann
Das erste Simmeringer Jugendparlament seit 2022 läuft bereits seit einem halben Jahr. Rund 130 Schülerinnen und Schüler erlernen nicht nur Demokratie und Beteiligung, sondern wenden deren Mittel auch an. Nach den Ostern werden die Wünsche in Form von Anträgen der Bezirkspolitik übergeben, ganz oben stehen mehr Grünflächen und Freizeitangebote.
WIEN/SIMMERING. Noch im Vorjahr war Simmering der einzige Bezirk ohne ein aktives Jugendparlament, mit dem Schuljahr 2025/26 hat sich das aber geändert: Insgesamt sechs Schulen mit etwa 130 Schülerinnen und Schülern arbeiten seit Monaten an Ideen von der Jugend für die Jugend.
An der Mittelschule (MS) Enkplatz, der MS Rzehakgasse, der MS Florian-Hedorfer-Straße sowie den Gymnasien in der Geringergasse, der Nemelkagasse und in der Erdbergstraße wurde zu Beginn ein Workshop abgehalten. Dabei wurde spielerisch erlernt, wie Demokratie und Bürgerbeteiligung funktionieren.
Nach den Ostern wird es ernst
Aktuell werden sogenannte Zukunftswerkstätten abgehalten, wo die Delegierten der einzelnen Schulen – insgesamt sind es 50 Schülerinnen und Schüler – ihre gesammelten Ideen mitbringen und damit konkrete Anliegen erarbeiten. Zu den wichtigsten Themen finden Abstimmungen statt und es werden Anträge formuliert.
Bei den Zukunftswerkstätten treffen die Delegierten auch erstmals auf eingeladene Bezirkspolitikerinnen und -politiker sowie Vertreterinnen und Vertreter der Stadt. Im Fall des Simmeringer Jugendparlaments wurde die MA 42 – Stadtgärten, das Fair-Play-Team–Simmering und etwa Bezirksvorsteher Thomas Steinhart (SPÖ) eingeladen.
- Die letzte Zukunftswerkstatt im Amtshaus wurde von Bezirksvorsteher Thomas Steinhart (SPÖ) besucht.
- Foto: BV 11
- hochgeladen von Luca Arztmann
Nach den Osterferien, am Mittwoch, 8. April, soll dann die Antragssitzung im Amtshaus stattfinden. Nach einer Präsentation werden dort die Wünsche der Jugendlichen in Form von Anträgen direkt an Steinhart übergeben. Danach hat der Bezirk rund zwei Monate Zeit, um sich über die Anliegen zu beraten und entsprechende Umsetzungsvorschläge herauszuarbeiten.
Freizeitangebote und Sozialmärkte
Bei einer Online-Umfrage und den Workshops konnten die beiden verantwortlichen Organisationen – der Verein Balu & Du sowie die Agentur Müllers Freunde GmbH – bereits herausfinden, in welche Richtung die Wünsche der Jugendlichen gehen. So würden sich viele über eine Sport- & Funhalle oder einen Eislaufplatz freuen, auch wenn ihnen bewusst ist, dass solche Großprojekte schwer umzusetzen sind.
Deutlich wahrscheinlicher ist die Umsetzung der anderen Wünsche: von mehr Natur im Bezirk über neue Trinkbrunnen bis zu Spiel- und Ballspielplätze. Auch billigere Freizeitangebote und mehr kulturelle Feste stehen auf der Forderungsliste des Jugendparlaments. Zu guter Letzt würden i m Bezirk laut den Schülerinnen und Schülern auch Unterstützungsangebote für in Not geratene Menschen wie Sozialmärkte oder Notschlafstellen noch fehlen.
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