Die Bierpartei am Wahlzettel
"Wir wollen Österreich zukunftsfett machen!"

Die Bierpartei Österreich (BPÖ) steht in Wien am 29. September am Wahlzettel. Marco Pogo will unter dem Motto "Dicht in die Zukunft!" Bundeskanzler werden.
  • Die Bierpartei Österreich (BPÖ) steht in Wien am 29. September am Wahlzettel. Marco Pogo will unter dem Motto "Dicht in die Zukunft!" Bundeskanzler werden.
  • Foto: Max Hammel
  • hochgeladen von Elisabeth Schwenter

Satire oder glücklich betrunken? Die BPÖ (Bierpartei Österreich) hat ausreichend Unterstützungserklärungen für den Antritt in Wien bei der kommenden Nationalratswahl Ende September gesammelt. Der Bundesparteivorsitzende Marco Pogo erklärt im bz-Gespräch, wie Österreich "zukunftsfett" wird, wie er es mit Spritzwein hält und wie er es schaffen will, Bundeskanzler zu werden.

Wer sind Sie und woher kommt Ihre große Hingabe zu Bier?
MARCO POGO: Ich bin Dr. Marco Pogo, Bundesparteivorsitzender und Gründungsvater der BPÖ, der Bierpartei Österreich. Meine Hingabe zu Bier ist leicht zu erklären: Als gebürtiger Simmeringer bekommt man das in die Wiege gelegt. Allerdings gibt es in Wien ein deutliches Süd-Nord Gefälle. In den einfacheren Bezirken wie Döbling etwa wird mehr Wein getrunken.

Wie ist Ihr Verhältnis zu Spritzwein?
MARCO POGO: Ich betrachte Michi Häupl als politischen Ziehvater, der auch mit seiner Liebe zu Spritzwein Wählerstimmen einfangen konnte. Alles, was über 4,8 Volumsprozent Alkohol hat, begrüßt die BPÖ. Anders ist das etwa bei Radler oder sonstigen Mischgetränken. Denn die müssen mit Zucker vermengt werden – und das ist aus gesundheitspolitischer Hinsicht abzulehnen. Auch aus Sorge um unsere Kinder und Kindeskinder.

Wie kann man Österreich zukunftsfit machen und wie vertragen sich Fitness und Bier?
MARCO POGO: Wir wollen Österreich zukunftsfett machen! Unser Motto: „Dicht in die Zukunft“. Wenn alle auf der Welt ein bisschen eine „Räuscherl“ hätten, wäre die Welt eine bessere.

Stärkt Bier den gesellschaftlichen Zusammenhalt?
MARCO POGO: Österreich hat eine lange Alkoholtradition. Das kann man aus dem gesellschaftlichen Leben nicht wegdiskutieren. Alkohol ist der Kitt unserer Gesellschaft. Das sprechen aber nur wir als politische Kraft laut aus. Darum sagen wir: Es sollte mehr Alkohol geben, um Österreich zukunftsfett zu machen.

Welchen Stellenwert hat Bier in wirtschaftspolitischer Hinsicht?
MARCO POGO: Alkohol ist ein großer Wirtschaftsfaktor. Und wir wollen die Wirtschaft durch eine Steigerung des BIP stärken. Das ist aber nicht das Bruttoinlandsprodukt, sondern das Bierinlandsprodukt. Wir sagen: „Gehts der Gastwirtschaft gut, gehts uns allen gut.“

Wie wird der Wahlkampf der BPÖ aussehen?
MARCO POGO: Nur net hudeln! Wir werden versuchen, nichts zu machen. Denn wir lehnen Arbeit grundsätzlich ab. Wir werden dann aus der zweiten Reihe den politischen Alltag verfolgen und die nächsten Ausrutscher der etablierten Spaßparteien kommentieren. Denn eines ist klar: Wir sind die einzig ernstzunehmende politische Kraft in diesem Land.

Was ist das Ziel der BPÖ bei der Nationalratswahl?
MARCO POGO: Wir gehen davon aus, dass uns alle wahlberechtigten Wiener wählen werden. Das sind rund 22 Prozent der wahlberechtigten Österreicher. Daher ist auch eine Regierungsbeteiligung für uns denkbar. Sogar den Kanzler könnten wir stellen. Das geht in Österreich ja auch, wenn man Dritter wird.

Und wenn Sie am 30. September verkatert aufwachen und den Kanzleranspruch stellen könnten, mit wem würden Sie Regierungsgespräche führen?
MARCO POGO: Solche Gedanken hab ich mir noch nicht gemacht. Aber grundsätzlich schließen wir niemanden aus, wir schließen aber auch niemanden ein. Sicher ist aber: Wir versuchen die Umwälzung von dieser Pseudodemokratie zu einer erstzunehmenden Bierokratie. Die Macht geht dann vom Bier aus.

Mit welchem anderen Politiker würden Sie gerne einmal etwas trinken?
MARCO POGO: Bei Sebastian Kurz wird es schwer, ich glaub der trinkt nicht. H.C. Strache, glaube ich, ist durchaus ein versierter Alkoholiker. Auch wenn er auf Ibiza ein Dilettant war. Und ehrlich: Für diese Art des Dilettantismus kann man auch nach Gramatneusiedel fahren. Auch Harald Vilimsky wäre spannend. Aber ich bin kein Unmensch. Wenn er betrunken ist, würde ich ihn zu seiner Burschenschaft zurück tragen und ihn dort vor die Tür legen.

Autor:

Elisabeth Schwenter aus Penzing

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