Zeitumstellung steht wieder an
Jeder Grad reduziert Energieverbrauch

Georg Oberzaucher weiß, worauf es in der kalten Jahreszeit ankommt. | Foto: MeinBezirk.at/Grabic
  • Georg Oberzaucher weiß, worauf es in der kalten Jahreszeit ankommt.
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Mit einfachen Maßnahmen können Haushalte nach der Zeitumstellung in einer Woche am 25. Oktober Energie sparen, ohne dabei auf Komfort verzichten zu müssen. Georg Oberzaucher gab dem SPITTALER wertvolle Tipps.

OBERKÄRNTEN. Spätestens als im September und Oktober plötzlich Temperaturen um die fünf Grad in den Tälern Oberkärntens vorherrschten, gab es nach einem heißen Sommer erstmals den Griff zum Thermostat oder zum Heizkörper. „Jeder Mensch hat ein unterschiedliches Temperaturempfinden und es sollte natürlich behaglich sein. Es gibt aber Bereiche, die müssen nicht so warm sein, und mit jedem Grad, um den man die Raumtemperatur senkt, reduziert sich der Energieverbrauch um rund 6%“, sagt Georg Oberzaucher, KEM-Manager in der Klima- und Energie-Modellregion Millstätter See. Um die Temperatur optimal zu regeln, helfen auch Thermostate, wodurch verhindert wird, dass einzelne Räume übermäßig warm werden. Oberzaucher: „Mit kleineren Investitionen können beispielsweise die Dichtungen und Beschläge von Fenstern und Türen überprüft und eingestellt oder wenn dies noch nicht erfolgt ist, die Heizungsleitungen im Heizraum gedämmt werden. Dies reduziert den Wärmebedarf spürbar.“

Achtung bei Fußbodenheizungen

Beginn der Heizsaison ist üblicherweise im Oktober, kann aber abhängig von der Witterung auch schon im September sein. „Wichtig ist aber nicht nur das zeitgerechte Einschalten der Heizung, sondern vor allem das Ausschalten und das Umstellen auf Sommerbetrieb für Warmwasser nach der Heizsaison. Viele denken, dass bei sommerlichen Temperaturen die Heizung auch ohne Umstellung nicht läuft. Es kann aber auch in kühleren Sommernächten vorkommen, dass die Heizung zu laufen beginnt“, erklärt Oberzaucher. Speziell bei Fußbodenheizungen würde man dies kaum merken und unnötig Energie verbrauchen. Als Richtwert gelten für Wohnräume 20 bis 22 Grad, im Badezimmer bis 24 Grad und für Schlafzimmer 16 bis 18 Grad.

Wenn es früher dunkel wird

Da vom 24. Oktober auf 25. Oktober die Uhren wieder eine Stunde zurückgedreht werden, ist es auch kürzer hell und die Beleuchtung zu Hause ist wieder öfter im Einsatz. Hierbei kann man mit den richtigen Leuchtmitteln ebenso sparen. Mittlerweile haben sich LED-Leuchtmittel etabliert. Diese benötigen im Vergleich zu früheren Glühbirnen bei gleicher Helligkeit um 90% weniger Energie und haben eine wesentlich höhere Lebensdauer. Oberzaucher: „Zusätzlich helfen einfache Strommessgeräte, um hohe Energieverbraucher im Haushalt aufzuspüren. Messgeräte sind in jedem Elektrofachgeschäft erhältlich und können einfach bei der Steckdose dazwischen gesteckt werden, damit man weiß, ob die gemessenen Werte des Gerätes gut oder schlecht sind. Hier haben die KEM-Regionen der Nockregion eine Broschüre speziell für Haushalte erstellt. Diese kann auf der Webseite der KEM-Millstätter See kostenlos heruntergeladen werden.

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Foto: Karo Pernegger
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