Kelag saniert Dämme der Kraftwerksgruppe Fragant
- Die Asphaltoberflächendichtung des fast 50 Jahre alten Wurtendammes muss nach einer Auflage der Behörde erneuert werden.
- Foto: Kelag
- hochgeladen von Verena Niedermüller
FRAGANT. Die Kelag führt bei zwei Dämmen der Kraftwerksgruppe Fragant in Flattach umfangreiche Sanierungsarbeiten durch. Insgesamt werden über 13 Millionen Euro investiert.
Abdichtung erneuert
„Der Wurtendamm bekommt eine neue Asphaltoberflächendichtung, beim Feldseedamm erneuern wir die Untergrundabdichtung mit einer Bohrpfahlwand“, so Manfred Freitag, Vorstand der Kelag.
Vorarbeiten bereits gestartet
Für die beiden Projekte liegen alle notwendigen Bescheide vor, die Vorarbeiten haben bereits begonnen. Die Asphaltoberflächendichtung des fast 50 Jahre alten Wurtendammes muss nach einer Auflage der Behörde erneuert werden. Diese Bauarbeiten werden voraussichtlich bis Oktober dauern. Um mit diesen Arbeiten beginnen zu können, wird in den nächsten Tagen der Speicher Wurten vollkommen entleert. Der Großteil des Wassers wird über die Maschinensätze im Kraftwerk Innerfragant abgearbeitet, rund 20.000 Kubikmeter Wasser werden über den Grundablass in den Wurtenbach abgegeben. In dieser Phase wird es höchstwahrscheinlich zu Trübungen des Wurtenbaches kommen.
„Wie alle Arbeiten an den beiden Projekten wird auch die Entleerung des Wurtenspeichers von einem externen Umweltbüro ökologisch begleitet“, sagt Freitag. In die neue Asphaltoberflächendichtung des Wurtendammes investiert die Kelag rund vier Millionen Euro.
Abdichtung des Feldseedammes
Noch umfangreicher werden die Arbeiten beim Feldseedamm auf mehr als 2.200 Metern Seehöhe sein. Hier ist es notwendig, die Abdichtung des Dammuntergrundes zu erneuern. „Der Feldseedamm steht auf einer etwa 30 Meter dicken Gletschermoräne. Wir planen eine sogenannte überschnittene Bohrpfahlwand bis auf den Fels in rund 30 Meter Tiefe zu setzen“, so Freitag. Mit der gleichen Methode werden auch steile Autobahnböschungen gesichert, wobei in diesen Fällen eine Seite der Bohrpfahlwände sichtbar ist.
Die Kelag plant, unter dem Feldseedamm eine durchgehende Reihe von 360 Bohrpfählen zu setzen, die Kosten dafür werden rund 9,2 Millionen Euro betragen. „Für beide Baustellen sind von März bis Oktober pro Tag bis zu rund 20 Materialtransporte zu erwarten. Wir bitten die Bewohner von Außerfragant, Kleindorf und Innerfragant höflich um Verständnis für diese vorübergehende Belastung durch den Baustellenverkehr zu den beiden Baustellen im Gebirge.“
Kraftwerk eingeschränkt in Betrieb
Während dieser Bauarbeiten ist das Pumpspeicherkraftwerk Feldsee außer Betrieb. „Parallel zu den Arbeiten bei den Dämmen führen wir an den beiden Maschinensätzen des Pumpspeicherkraftwerkes Feldsee Revisionsarbeiten durch“, sagt Freitag. Das Kraftwerk Innerfragant ist während der Bauarbeiten eingeschränkt in Betrieb.
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