Seeboden setzt auf klimafreundliche Projekte

- Neu: PV-Anlage am Kulturhaus Seeboden am Millstätter See.
- Foto: conversioaustria
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Seeboden wird ölkesselfrei und errichtet Photovoltaikanlagen auf Gemeinde-Gebäuden. Plus: Neue Ausrüstung für die Freiwilligen Feuerwehren Tangern und Lieserhofen.
SEEBODEN. Die Marktgemeinde Seeboden am Millstätter See ist bemüht, allen Gemeindebürgern, Gästen und Urlaubern eine lebenswerte Natur und Umwelt zu bieten. Daher geht die Gemeinde nun einen weiteren wichtigen Schritt in Richtung nachhaltiger Energieversorgung und setzt im Ort das vom Land Kärnten initiierte Projekt der Ölkesselfreien Gemeinden um. Mit dieser Initiative soll die Zahl der Ölkessel reduziert und alternative Energieträger wie Biomasse, Fernwärme, Hackgut sowie Wärmepumpen weiter forciert werden.
Zweifache Förderung
Die Umstellung auf alternative, umweltschonende Heizungssysteme wird finanziell gefördert. Neben der Wohnbauförderung des Landes Kärnten, die den Heizkesseltausch von Öl auf Biowärme mit bis zu 6.000 Euro unterstützt, wird es auch eine Zusatzförderung der Marktgemeinde Seeboden in Höhe von bis zu 1.500 Euro pro Haushalt geben. Der Ersatz von Erdgas durch erneuerbare Energieträger ist im Rahmen dieses Projektes förderfähig. Wer bereits umgestellt hat, wo aber der alte Öltank noch im Haus vorhanden ist, erhält für die fachgerechte Entfernung des Tanks 500 Euro. Infos findet man auch auf der Webseite der Marktgemeinde Seeboden (www.seeboden.at) sowie am Gemeindeamt oder bei der Klima- und Energie-Modellregion. Für telefonische Beratungen steht KEM-Manager Georg Oberzaucher am 6. Juni 2020 von 16 bis 19 Uhr zur Verfügung.
Noch mehr Klimaschutz
Ein weiteres Projekt ist die Errichtung von Photovoltaikanlagen auf gemeindeeigenen Gebäuden. "Denn die Sonne schickt keine Rechnung und die Nutzung der Strahlungsenergie ist klimafreundlich", weiß Bürgermeister Wolfgang Klinar. Genau aus diesem Grund wurde kürzlich eine Photovoltaik-Anlage am Kulturhaus mit ca. 200 kWp errichtet. Bei diesem Modell wird seitens der Marktgemeinde die Dachfläche zur Verfügung gestellt und die Anlage durch einen externen Projektpartner errichtet und betrieben. Die 606 Module können pro Jahr ca. 220.000 kWh Strom produzieren, was in etwa dem Strombedarf von 50 Haushalten entspricht. „Ein innovatives Projekt in Kooperation mit einem regionalen Betrieb; damit können wir Energie aus einer umweltfreundlichen alternativen Energiequelle gewinnen und setzen ein wichtiges Zeichen für mehr Klimaschutz! Neben dem ökologischen Beitrag profitiert die Gemeinde auch von einem günstigeren Strombezug“, berichtet der Ortschef. Für Umweltreferentin Lorène Stranner ist dieses Projekt ein wichtiges Signal: „Als Mitgliedsgemeinde der KEM Millstätter See ist es uns ein Anliegen, den Ausbau von Sonnenstrom zu forcieren. Neben der Unterstützung von Privaten im Rahmen der Photovoltaik-Initiative wird jetzt auf einer sonst brach liegenden Dachfläche der Gemeinde ökologisch Strom produziert."
Zur Sache
Umgesetzt wurden die Anlagen von der Firma Conversio GmbH. Das Unternehmen mit Sitz in Möllbrücke hat sich in den letzten Jahren zu einem Spezialisten auf dem Gebiet nachhaltiger Energieproduktion entwickelt und agiert mittlerweile weltweit. Das Angebotsspektrum reicht von Kleinanlagen für Private bis hin zu Großanlagen für Betriebe und Gemeinden.
Feuerwehren neu ausgerüstet
News gibt es auch von den Feuerwehren in der Gemeinde. Der Freiwilligen Feuerwehr Lieserhofen steht ein neues Tanklöschfahrzeug zur Verfügung! Die Übergabe des TLFA 2000 fand in Zeiten von Corona im kleinsten Kreise statt: Nach den Grußworten von Bürgermeister Wolfgang Klinar und Kommandant Rene Moser erfolgte die Fahrzeugsegnung durch Pater Wladyslaw Mach. 315.000 € investierte Seeboden zum Schutz und zur Sicherheit ihrer Bevölkerung in das Einsatzfahrzeug. Außerdem wurde der FF Tangern am Donnerstag eine Tragkraftspritze Fox 4 der Firma Rosenbauer im Wert von rund 16.000 Euro übergeben.



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