Anna Gasser: Top 5 nominiert zu sein, ist schon eine Ehre für mich

Big Air-Snowboardweltmeisterin Anna Gasser im Gespräch mit Peter Tiefling (WOCHE)
  • Big Air-Snowboardweltmeisterin Anna Gasser im Gespräch mit Peter Tiefling (WOCHE)
  • Foto: Tiefling/KK
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Die Snowboard Big Air Weltmeisterin Anna Gasser ist abseits der Piste aktuell sehr engagiert.

OBERMILLSTATT. Letzte Woche Red Bull Fotoshooting in Obermillstatt, kommenden Donnerstag als Nominierte bei Österreichs Sportlerinnenwahl des Jahres. Mit der WOCHE sprach sie darüber, blickte zurück und in die Zukunft.

WOCHE: Frau Gasser, Fotoshooting in der Volksschule Obermillstatt? Warum nicht in einem modernem Studio, oder einer großen Sporthalle?
ANNA GASSER: Das ist ganz einfach erklärt. Zum einen ist der Turnsaal in meinem Heimatort. Das ist aber nicht der Hauptgrund. Es ist eher die braune Holzvertäfelung, die für eine dunkle Atmosphäre sorgt. Top geeignet für perfekte Fotos. Zudem ergibt sich dann gleich die Möglichkeit, einige PR-Videos in meiner Umgebung zu drehen.

Und kommenden Donnerstag gehts dann zur österreichischen Sportlerwahl 2017. Sie sind nominiert. Siegeshoffnungen?
Ich bin schon sehr gespannt, wie sich die Sportjournalisten entschieden haben. Aber zuerst würde ich einmal sagen, es ist schon eine große Ehre, dass ich beim Wahlvorschlag unter den Top 5 gereiht bin. Es wird sicherlich ein knappes Rennen. Ich hoffe vorne dabei zu sein. Siegen werde aber nicht ich.

Wer dann?
Niccole Schmiedhofer.

Warum?
Schifahren hat in Österreich einfach so einen großen Stellenwert und die Niki hat bei den Weltmeisterschaften in St. Moritz doch die Goldmedaille im Super G gewonnen.

Und bei den Herren?

Entweder Marcel Hirscher oder Stefan Kraft. Beide haben letzte Saison ganz besondere Leistungen erbracht. Daher wird es ganz, ganz knapp.

Ihre Chancen bei Wahl zur Kärntner Sportlerin des Jahres?

Auch hier wird es sehr schwer sein, zu gewinnen. Zum Beispiel holte Magdalena Lobnig bei der Ruder- WM in Sarasota (Florida) Bronze, wurde auch Gesamtweltcupsiegerin und hatte eine Supersaison.

Themenwechsel. Olympiade Pyeongchang/Südkorea 2018. Wie werden sie sich darauf vorbereiten?
(schmunzelt) Anders als in Sotschi 2016. Ich hoffe, aus meinem Hoppala (schlechter Start) gelernt zu haben. Ich bin mir sicher, das Hoppala passiert jetzt nicht mehr. Ich bin erfahrener und Olympia ist auch nicht mehr Neuland für mich. Ich hoffe, an die vergangene, erfolgreiche Saison anschließen zu können. Ziel ist eine Medaille. Zudem ich für zwei Bewerbe (Big Air; Slopestyle) qualifiziert bin und eine doppelte Medaillenchance habe.

Mit einem neuen Sprung?
Ob es notwendig sein wird, das Risiko eines Sprunges mit dreimal über Kopf zu nehmen, wird von der Konkurrenz abhängen. Im Hintergrund arbeite ich aber schon an einen solchen Sprung. Mehr wird nicht verraten.

Sie haben mir gerade ihr Snowboard als Hauptpreis für die Lionsbenefizveranstaltung in Feistritz/Drau (Musikkabarett Christof Spörk) übergeben. Danke dafür.
Bitte. Ich helfe gerne, wenn es gebraucht wird. Wenn mein Snowboard jemanden hilft, dann gebe ich es sehr gerne her und beteilige mich gerne. Dieses Board ist sogar relativ neu. Ich hatte damit ein paar gute Runs im Tiefschnee auf dem Goldeck. Ich wünsche  auch dem Gewinner solche Runs.
Interview: Peter Tiefling

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